Das Fast-Food-Halali

Verbote sind so eine Sache. Ich weiß nicht wie es Ihnen mit Verboten geht, aber bei mir wirken sie oft gegenteilig. Je nach dem natürlich, um welche Verbote es sich handelt. Wenn mir der Arzt verbietet das und jenes zu essen, entwickle ich förmlich einen Heißhunger auf die verbotenen Lebensmittel. Auch Rauchverbote verpufften bei mir – früher als ich noch Raucherin war – wie der sprichwörtliche blaue Dunst. Das heißt natürlich nicht, dass jedes Verbot sinnlos ist,
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Auf Öl gebaut

Was tun, wenn zwar das Produkt hochwertig ist, aber das passende Gebinde dazu fehlt? Richtig! Eine Keramikflasche entwerfen und damit internationale Preise abräumen. Aber was tut man, wenn nun die passende Verkaufsmöglichkeit dafür fehlt? Ganz einfach – einen eigenen Shop gründen! Leopold Botteri hat seinen ersten Shop „UJE“ (kroatisches Slangwort für Öl) im Jahr 2006 eröffnet, in der Zwischenzeit darf er stolz auf 11 Geschäfte blicken. Sein Hauptprodukt ist hochwertiges Olivenöl von den eigenen Bäumen der Insel Brac. Die Premium Öl-Marke heißt
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Bauer sucht Frau

Bauer sucht Frau

Von den einen geliebt, von den anderen gehasst: die Kuppelshow „Bauer sucht Frau“ darf sich zumindest über hohe Einschaltquoten freuen. Wie die Idylle dieser Fernsehserie zustande kommt und was danach bleibt, hat mir Gerhard Urban erzählt. Der Landwirt, bekannt als „der sensible Obstbauer“, hat in der ATV-Staffel im Jahr 2007 mitgewirkt.
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Finnischer Sommer

Ein Schlafzimmer im Freien. Unter dem Sternenhimmel übernachten. Nur mit einer dünnen Decke aus Glas geschützt. Die Natur spüren und ihr ganz nah sein. Mit diesem Gartenhaus werden diese Vorstellungen Realität. Es wurde vom finnischen Architekten Ville Hara gemeinsam mit der Designerin Linda Bergroth entworfen. Der finnischen Landschaft angepasst präsentiert sich das Häuschen in
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Ein Gemälde in der Landschaft

Rentiere müssten wir haben. Dann würde unsere Landschaft vielleicht auch durch solch ein Gebäude bereichert werden. Mehr noch: Dieses Gebäude erinnert an ein Gemälde in der Landschaft. Das Architekturbüro Snøhetta plante diesen Besucher-Pavillon in der norwegischen Dovre Hochebene, von wo aus die Besucher die dort beheimateten Moschusochsen, Polarfüchse und Rentiere beobachten können. Das Innere des Pavillons ist mit einem außergewöhnlichen Holzkern gestaltet; der so aussieht als wäre er verwittert und von Wind und Wasser erodiert. Eine Stahl-Ummantelung schützt den hölzernen Kern vor äußeren Einflüssen. Jetzt brauchen für die Besucher nur noch die Tiere zu kommen.

Photos: Ketil Jacobsen

Lebensmittel als Spiegel der Macht

Am Sonntag wird der Welternährungstag der Vereinten Nationen begangen, morgen in Österreich der Welt-Landfrauentag. Zu feiern gibt es an beiden Tagen nicht viel. Weltweit hungern über 925 Millionen Menschen. Das Millennium-Ziel, bis 2015 die Armut zu halbieren, ist verfehlt. Besonders betroffen sind Südasien und die afrikanischen Länder südlich der Sahara, wo ein Drittel der Menschen chronisch unterernährt ist.
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Buchtipp: Food Crash

Bio? Das ist allenfalls ein Luxus für Wohlhabende. Denn die Aufgabe lautet, künftig neun Milliarden Menschen zu ernähren. Dies kann nur gelingen, wenn Nahrungsmittel industriell produziert werden.“ Ein durchaus logisches Argument, das gleich zu Beginn im Klappentext des erst vor wenigen Wochen erschienenen Buchs „Food Crash“ zu lesen ist. Dieser Aussage stellt aber der Autor Felix zu Löwenstein gleich die Frage gegenüber, ob der Hunger in der Welt nicht vielmehr die Grundlage für ein florierendes Geschäft der internationalen Agrar-Industrie mit Pestiziden, Düngemitteln und Gentechnik-Saatgut ist.
Der Autor selbst ist ein Kenner der Branche: Er ist Landwirt und arbeitete in der internationalen Entwicklungshilfe. Heute bewirtschaftet er seinen Betrieb biologisch und engagiert sich für den Anbauverband Naturland, für den Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und für das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL Deutschland).
Seine These lautet: „Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“. Dies untermauert er mit vielen Beispielen, wie es im Einklang mit der Natur gelingen kann, die Ernährungsgrundlagen der Menschen zu sichern. Die großen Versprechungen der Agro-Gentechnik hinterfragt er äußerst kritisch und widerlegt u.a. die Aussage, dass mit dem Einsatz von GVO, mehr Lebensmittel zu produzieren seien. Er beschreibt die negativen Folgen wie Monokultur, das Verschwinden der Vielfalt oder die Bedrohung der Wahlfreiheit: Gab es 1975 weltweit noch über 7000 Saatzuchtfirmen, so befinden sich heute zwei Drittel dieses Marktes in den Händen von nur zehn weltweit operierenden Konzernen, wobei Monsanto den höchsten Marktanteil von 23 Prozent einnimmt.
Das Buch ist neben seiner hervorragenden Recherche und dem umfangreichen Hintergrundwissen des Autors mehr als empfehlenswert. Dazu kommt noch, dass Felix zu Löwenstein nicht mit der Moralkeule schwingt, ihn kommt es nicht in den Sinn, ob jemand konventionell oder ökologisch wirtschaftet zu einer Frage von „moralisch besser“ oder „unmoralisch“ zu machen. Was dem Buch und der gesamten Diskussion in Bezug auf Gentechnik mehr als gut tut. Das Emotionale wird durch das Rationale ersetzt und lässt so eine mehr als sachliche Diskussion rund um das Thema Gentechnik zu.

Felix zu Löwenstein
FoodCrash
Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr
Verlag: Pattloch
ISBN-10: 3629023002
ISBN-13: 978-3629023001