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	<title>Seltene Nutztiere Archive - über_Land</title>
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	<description>wir bringen das Land in die Stadt</description>
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		<title>(2) Gefährdete Nutztierrassen: das Zackelschaf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2020 09:55:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovatives Land]]></category>
		<category><![CDATA[Porträts]]></category>
		<category><![CDATA[Bio-Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neben dem Nackthalshuhn zählt das Zackelschaf zur zweiten gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2020. Reinhard Heiss war einer der Ersten in Österreich, der das Zackelschaf wieder züchtete. Seine Motivation? Er wollte etwas mit Tieren machen, um den Stress in seinem Hauptjob abbauen zu können. Was als „ruhiges Hobby“ begann, endete mit einem eigenen Betrieb und fünf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ueber-land.eu/2-gefaehrdete-nutztierrassen-zackelschaf/">(2) Gefährdete Nutztierrassen: das Zackelschaf</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ueber-land.eu">über_Land</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="709" height="425" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/20160511_184423.jpg" alt="Zackelschaf Reinhard Heiss die Herde" class="wp-image-7273" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/20160511_184423.jpg 709w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/20160511_184423-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /></figure>



<p>Neben dem <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Nackthalshuhn (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.ueber-land.eu/nutztierrassen-des-jahres-zackelschaf-und-nackthalshuhn-martin-hoi/" target="_blank">Nackthalshuhn</a> zählt das Zackelschaf zur zweiten gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2020. Reinhard Heiss war einer der Ersten in Österreich, der das Zackelschaf wieder züchtete. Seine Motivation? Er wollte etwas mit Tieren machen, um den Stress in seinem Hauptjob abbauen zu können. Was als „ruhiges Hobby“ begann, endete mit einem eigenen Betrieb und fünf Mitarbeitern. </p>



<span id="more-7270"></span>



<p>Wir schreiben das Jahr 1998. Reinhard Heiss ist im Baumanagement tätig, sein fordernder und stressiger Job verlangt nach einem ruhigen Gegenpol. Der Wunsch, etwas mit Tieren zu machen, nimmt immer mehr Gestalt an. Er kauft einen Bauernhof im Waldviertel und erfährt von einem </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/Zackelschaf-Reinhard-Heiss-Porträt.jpg" alt="Zackelschaf Reinhard Heiss Porträt" class="wp-image-7276" width="417" height="311" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/Zackelschaf-Reinhard-Heiss-Porträt.jpg 513w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/Zackelschaf-Reinhard-Heiss-Porträt-300x224.jpg 300w" sizes="(max-width: 417px) 100vw, 417px" /><figcaption>Reinhard Heiss und seine Zackelschafe</figcaption></figure></div>



<p>Bekannten, dass er seine kleine Herde Zackelschafe verkauft. Heiss entschließt sich, diese Tiere zu nehmen und stellt in Windeseile den Stall fertig; kurze Zeit später kommen die ersten 25 Schafe. „Ich bin am Freitag zu den Schafen gefahren und hab das Wochenende mit ihnen verbracht“, erzählt Heiss. Unter der Woche kümmert sich ein Nachbar um die Herde. Drei Jahre später kauft er zusätzliche Schafe an, vergrößert seine Herde auf 150 Stück. „Da hab ich mir von den Nachbarn ganz schön was anhören können, sie haben mir industrielle Machenschaften vorgeworfen“. Also stellt er seinen Betrieb auf Bio um, verkleinert die Herde und sucht nach zusätzlichen freien Flächen im Waldviertel, was sich als aussichtslos herausstellte. „Zum Glück hat das Schloss Hof bei mir angefragt, ob sie Zackelschafe haben könnten.“</p>



<p>Schloss Hof kauft Reinhard
Heiss 30 Schafe ab. Seine Schafe sind was Besonderes, denn sie besitzen noch
ein ausgeprägtes Fluchtverhalten. Ihre kräftigen Hörner und ihr Wollkleid mit
einer Länge bis zu 40 cm machen aus ihnen eine imposante Erscheinung. Früher
wurde die Wolle dieser Schafe zu Kutschermänteln verarbeitet. Heute ist sie leider
ein Abfallprodukt, weil in den Fabriken die Maschinen auf Kurzhaar umgestellt
wurden. </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Prämierte Wurst wird Abhof verkauft</strong></h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/zackelschaf-reinhard-heiss-Leittier-1.jpg" alt="" class="wp-image-7277" width="324" height="425" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/zackelschaf-reinhard-heiss-Leittier-1.jpg 405w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/zackelschaf-reinhard-heiss-Leittier-1-229x300.jpg 229w" sizes="(max-width: 324px) 100vw, 324px" /></figure></div>



<p>Mittlerweile hatte Heiss Weideflächen in Ungarn dazu gekauft. Um Inzucht bei seinen Schafen zu vermeiden und „damit immer wieder frisches Blut in die Herde kommt“, pflegt er Kontakte in benachbarte Länder wie Italien, Deutschland oder Schweiz. 2005 kauft er 25 Stück aus Tirol. „Da waren leider Inzuchttiere dabei. Das sieht man an der Hornstellung und am Hintergestell.“ Die Tiere werden geschlachtet und der bis dato für den Eigenbedarf produzierende Heiss beginnt eine Vermarktungsschiene aufzubauen. Die unterschiedlichsten Fleisch- und Wurstsorten (seine Lammkäsewurst wird 2010 von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft mit Gold prämiert; seine Lammhauswurst erhält Silber) werden im Abhof-Verkauf im Waldviertel sowie bei einer Auslieferungsstelle bei den Stadtbahnbögen in Wien angeboten und auch direkt in die Gastronomie geliefert.</p>



<p>Zwei Leute kümmern sich in der Zwischenzeit halbtags um die Akquise, daneben sind zwei Schäfer und ein Fleischhauer beschäftigt. 2009 beteiligt sich Heiss noch an einer Käserei, die Schafmilch verarbeitet. </p>



<p>Reinhard Heiss, der mittlerweile im zweiten Bildungsweg den landwirtschaftlichen Facharbeiter erworben hat, entwickelt sich zum gefragten Experten in Punkto Tierzucht: In den Jahren 2014 und 2015 hält er im Auftrag der Weißrussischen Regierung Vorträge über Schafzucht und Stallbau.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zackelschafe in Schloss Hof und Tierpark Haag</h3>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="709" height="425" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/IMG-20170517-WA0014-1.jpg" alt="Zackelschaf Reinhard Heiss Beweidung Lobau" class="wp-image-7279" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/IMG-20170517-WA0014-1.jpg 709w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/IMG-20170517-WA0014-1-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /><figcaption>Die Zackelschaf-Herde beim Weideprojekt Obere Lobau Fuchshäufel</figcaption></figure>



<p>Von Stressabbau ist keine Rede mehr. In den Jahren 2013 bis
2018 bewirtschaftet er noch zusätzlich 30 Hektar Naturschutzgebiet in der
Lobau. „Da hab ich mit den Tieren wieder mehr mitgelebt.“ Zwei Jahre später
übergibt er den Betrieb und zieht sich aus dem Geschäft zurück. „Es hat mir
leid getan, dass ich den Betrieb niedergefahren habe. Es war sehr schwierig,
einen Nachfolger zu finden. Man hängt an den Tieren und die Erinnerungen an
diese Zeit sind sehr schön“.</p>



<p>In Schloss Hof und im <a href="https://www.tierparkstadthaag.at/de/tierpark-stadt-haag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Tierpark Haag (öffnet in neuem Tab)">Tierpark Haag</a> sind die Nachkommen von Heiss’ Zackelschafen zu bewundern. </p>



<p>Reinhard Heiss hat heute zwar keine Zackelschafe mehr, aber ohne Tiere geht es für ihn nicht. Und so sind es heute Bienen, um die er sich leidenschaftlich kümmert. </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>über_Land</strong></h3>



<p>Der Blog über_Land beschäftigt sich mit innovativer Landwirtschaft in der Stadt und auf dem Land. Themen wie Urban Farming, Vertical Farming, Aquaponic stehen genauso im Vordergrund. Der Blog geht aber auch der Frage nach, wie Gemeinden für ihre Bewohnerinnen und Bewohner neue, qualitätsvolle Konzepte entwickeln, wo Wohnen, Leben und Arbeiten möglich wird. Der Blog ist seit 2011 online. Gründerin und Herausgeberin ist Barbara Kanzian. Erfahren Sie mehr über sie auf ihrer&nbsp;<a href="http://kanziancommunication.com/">Unternehmens-Website</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ueber-land.eu/2-gefaehrdete-nutztierrassen-zackelschaf/">(2) Gefährdete Nutztierrassen: das Zackelschaf</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ueber-land.eu">über_Land</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>(01) Nutztierrassen des Jahres: Zackelschaf und Nackthalshuhn</title>
		<link>https://www.ueber-land.eu/nutztierrassen-des-jahres-zackelschaf-und-nackthalshuhn-martin-hoi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2020 07:46:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovatives Land]]></category>
		<category><![CDATA[Porträts]]></category>
		<category><![CDATA[Nackthalshuhn]]></category>
		<category><![CDATA[Seltene Nutztiere]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen „Arche Austria“ holt 2020 ein kleines und ein großes „gefährdetes Nutztier“ vor den Vorhang: Das größere ist das robuste Zweinutzungsschaf, das Zackelschaf; das kleinere das Nackthalshuhn. Schon vor zwei Jahren hat über_Land von diesem seltenen Huhn und seinem Züchter Martin Hoi aus Goggerwenig (Kärnten) berichtet. Der Kleintierzüchter und Kraftsportler [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ueber-land.eu/nutztierrassen-des-jahres-zackelschaf-und-nackthalshuhn-martin-hoi/">(01) Nutztierrassen des Jahres: Zackelschaf und Nackthalshuhn</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ueber-land.eu">über_Land</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/Martin-Hoi-Nackthalshuhn-Snowball.jpg" alt="Martin Hoi und das Nackthalshuhn Snowball" class="wp-image-7221" width="400" height="277"/><figcaption>Martin Hoi und Zuchthahn &#8222;Snowball&#8220; </figcaption></figure></div>



<p>Der <a href="http://www.arche-austria.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen (öffnet in neuem Tab)">Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen</a> „Arche Austria“ holt 2020 ein kleines und ein großes „gefährdetes Nutztier“ vor den Vorhang: Das größere ist das robuste Zweinutzungsschaf, das Zackelschaf; das kleinere das Nackthalshuhn. </p>



<span id="more-7219"></span>



<p>Schon vor zwei Jahren hat über_Land von diesem seltenen Huhn und seinem <a href="https://www.ueber-land.eu/das-nackthalshuhn-feiert-sein-comeback/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Züchter Martin Hoi (öffnet in neuem Tab)">Züchter Martin Hoi</a> aus Goggerwenig (Kärnten) berichtet. Der Kleintierzüchter und Kraftsportler (er hält mittlerweile bei 16 eingetragenen Weltrekorden!) nimmt sich seit mehr als 10 Jahren dieser gefährdeten Rasse an. über_Land hat bei ihm nachgefragt, wie sich seine Hühnerzucht in den letzten zwei Jahren weiterentwickelte. </p>



<p><em>2018 habe ich mit Dir das letzte
Interview geführt. Du beschreibst in „Das Nackthalshuhn feiert sein Revival“
wie Du als Bub in Klagenfurt begonnen hast, Hühner zu züchten. Vor rund 10
Jahren hat Dich dann die Leidenschaft für das Nackthalshuhn gepackt. Worauf
kommt es Dir bei Deiner Züchtung an?</em></p>



<p><strong><em>Martin
Hoi: </em></strong>Durch
gezieltes Einkreuzen verschiedener Lege- und Fleischrassen habe ich versucht,
die Rasse der Nackthalshühner zu verbessern. Seit 2018 kreuze ich mit Brahma
ein und die Nachzuchten legen an Größe und Gewicht zu, das mein Zuchthahn
„Snowball“ mit fast 5 Kilogramm gut demonstriert. Außerdem fördert die starke
Befiederung der Läufe durch die Brahmagenetik eine optische Bereicherung der
Nackthalshühner.</p>



<p><em>Du möchtest also nicht nur eine
gefährdete Nutztierrasse erhalten? </em></p>



<p><strong><em>Martin Hoi: </em></strong>Genau. Mein Ziel ist es nicht nur die Rasse zu erhalten, sondern eine bodenständige und vitale Neuzüchtung heraus zu ziehen, die als Mittelkärntner Nackthalshuhn anerkannt werden soll. Das wäre dann ein Siegeszug über die genetisch verarmten Hybridrassen. Aber das wird noch ein langer Weg werden, bis diese Neuzüchtung offiziell anerkannt wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/Martin-Hoi-Küken-Nackthalshuhn.jpg" alt="Martin Hoi und Küken Nackthalshuhn" class="wp-image-7223" width="350" height="400"/><figcaption>In die Hand des Kraftsportlers Martin Hoi passen gleich mehrere Nackthalshuhn-Küken.</figcaption></figure></div>



<p><em>Was dauert dabei so lange? </em></p>



<p><strong>Martin Hoi:</strong> Ein Rasse-Anerkennungsverfahren dauert
mehrere Jahre; die Kriterien sind dabei sehr umfangreich. Die Teilnahme an
jährlichen Tierpräsentationen bei ausgewählten Schauen ist dabei erforderlich.</p>



<p><em>Warum ist Dir dein Mittelkärntner
Nackthalshuhn so ein Anliegen?</em></p>



<p><strong>Martin Hoi:</strong> Gerade in Zeiten wie diesen, wo aktuell
verstärkt über Regionalität und Nachhaltigkeit philosophiert wird, sollten wir
dem Nackthalshuhn wieder eine Chance geben. Der bisherige Weg, nur auf zwei für
die Fleischproduktion herausgezüchtete Rassen, von zwei internationalen
Großzuchtbetrieben in Österreich zu setzen, kann nicht die Biodiversität
fördern.&nbsp;&nbsp;</p>



<p><em>Um diese Biodiversität in Form des
Mittelkärntner Nackthalshuhnes weiter zu fördern, kooperierst Du mit einem
Partner.</em></p>



<p><strong>Martin Hoi:</strong><em> </em>Ja,seit mittlerweile zwei Jahren habe ich im Alpen Wildpark Feld/See einen starken Partner gefunden. Er übernimmt immer wieder Nachzuchten meiner Nackthalshühner. Der von derFamilie Scherzer geführte Wildpark gibt seinen Besuchern die Möglichkeit, die außergewöhnlichen Hühner zu beobachten. Dabei erklärt Herr Scherzer auch immer wieder gerne, dass es sich bei dieser Rasse um Hühner handelt und nicht um Puten. Und dass die Rasse auf eine lange Vergangenheit zurückblickt: Zurzeit von Kaiser Franz Josef war sie beinahe in jedem Garten zu sehen.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/Martin-Hoi-Nackthalshühner.jpg" alt="Martin Hoi, Züchter des Nackthalshuhnes" class="wp-image-7224" width="567" height="617" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/Martin-Hoi-Nackthalshühner.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2020/05/Martin-Hoi-Nackthalshühner-276x300.jpg 276w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /><figcaption>Das Nackthalshuhn war zurzeit von Kaiser Franz Josef sehr beliebt, heute gilt die Rasse als besonders gefährdet.</figcaption></figure>



<p><em>Vielleicht ist sie ja bald wieder in
vielen Gärten zu finden?</em></p>



<p><strong>Martin Hoi:</strong> Um ihre Art zu erhalten, gebe ich seit zwei Jahren Bruteier und Küken an Interessierte ab. Dadurch vergrößert sich der Genpool und ich schaffe mir selbst Ressourcen, auf die ich im Notfall zurückgreifen kann, sollte mal wieder Fuchs oder Habicht zum Dinner vorbei kommen. Außerdem wächst durch eine größere Plattform das Netzwerk und Lobbying für das „schönste“ Geflügel, das schon zurzeit von Kaiser Franz Josef die Bevölkerung mit Eiern und Fleisch versorgte. Alte Nutztierrassen haben heute nur dann eine Überlebenschance, wenn man sie auch für ihren ursprünglichen Verwendungszweck, nämlich der Versorgung der Bevölkerung nutzt, denn in Zoos oder einem Freilichtmuseum sterben sie aus. </p>



<p>Alle Fotos: ©Martin Hoi</p>



<p>In der zweiten Folge von „Nutztierrassen des Jahres“ präsentiert über_Land das Zackelschaf.</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>über_Land</strong></h3>



<p>Der Blog über_Land beschäftigt sich mit innovativer Landwirtschaft in der Stadt und auf dem Land. Themen wie Urban Farming, Vertical Farming, Aquaponic stehen genauso im Vordergrund. Der Blog geht aber auch der Frage nach, wie Gemeinden für ihre Bewohnerinnen und Bewohner neue, qualitätsvolle Konzepte entwickeln, wo Wohnen, Leben und Arbeiten möglich wird. Der Blog ist seit 2011 online. Gründerin und Herausgeberin ist Barbara Kanzian. Erfahren Sie mehr über sie auf ihrer&nbsp;<a href="http://kanziancommunication.com/">Unternehmens-Website</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ueber-land.eu/nutztierrassen-des-jahres-zackelschaf-und-nackthalshuhn-martin-hoi/">(01) Nutztierrassen des Jahres: Zackelschaf und Nackthalshuhn</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ueber-land.eu">über_Land</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Geheimnis der seltenen Nutztiere</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 11:03:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
		<category><![CDATA[Land_Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Seltene Nutztiere]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stellen Sie sich vor, in Ihrer Weihnachtskrippe stünden anstelle von Ochs und Esel eine blaue Ziege oder ein schwarzes Schwein. Undenkbar, meinen Sie, weil zu exotisch? Nein, ganz im Gegenteil: Ein Blick in das Werk „Seltene Nutztiere der Alpen“ von Günter Jaritz zeigt eine unglaubliche Vielfalt an Tieren, die allerdings vor dem Aussterben bedroht ist.Der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ueber-land.eu/seltene-nutztiere-der-alpen-guenter-jaritz/">Das Geheimnis der seltenen Nutztiere</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ueber-land.eu">über_Land</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alpenrassen.at" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-5058" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2014/12/a7a4ea96-bec9-4543-9a57-24119a3c91d3.jpg" alt="a7a4ea96-bec9-4543-9a57-24119a3c91d3" width="283" height="400" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2014/12/a7a4ea96-bec9-4543-9a57-24119a3c91d3.jpg 283w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2014/12/a7a4ea96-bec9-4543-9a57-24119a3c91d3-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 283px) 100vw, 283px" /></a>Stellen Sie sich vor, in Ihrer Weihnachtskrippe stünden anstelle von Ochs und Esel eine blaue Ziege oder ein schwarzes Schwein. Undenkbar, meinen Sie, weil zu exotisch? Nein, ganz im Gegenteil: Ein Blick in das Werk „Seltene Nutztiere der Alpen“ von Günter Jaritz zeigt eine unglaubliche Vielfalt an Tieren, die allerdings vor dem Aussterben bedroht ist.<span id="more-5057"></span>Der Begriff „Werk“ trifft auf dieses Buch zur Gänze zu. Mit Akribie und Leidenschaft dokumentiert der Autor Günter Jaritz die bedrohten Nutztierrassen vom slowenischen Karst im Osten bis nach Nizza, dem Südwestrand der Alpen. Woher kommen diese Nutztiere? Wie sind diese Rassen entstanden? Warum haben sich in den unterschiedlichen Kulturlandschaften so spezielle Typen entwickelt? Diesen Fragen geht Jaritz nach und legt ein Meister-Standardwerk vor, das inhaltlich beeindruckt.</p>
<p>Der blaue Wiener (österreichische Kaninchenrasse), die Grüenochte Geiß (schweizer Ziegenrasse), der Berger de Savoie (französischer Treibhund) oder das Villnöser Brillenschaf (Italien) kommen darin neben vielen anderen seltenen Rassen mit genauer Beschreibung vor. Die Besonderheiten des jeweiligen Alpenraums, in dem die Tiere leben, werden mit viel Hintergrundinformation vorgestellt und mit Landkarten gezeigt. Tabellen über Rassestandard und Erhaltungsprogramme ergänzen den umfassenden Informationsbogen. Darüber hinaus kommen auch die regionalen Spezialitäten nicht zu kurz. Geschichten über Bauern, Schäfer, Käser oder Züchter, die sich um bedrohte Rassen annehmen, vermitteln praktisches Wissen und erlauben Einblicke in spannende Biografien.</p>
<p>Die Leidenschaft, mit der Jaritz dieses Buch gestaltete, ist auf jeder Seite spürbar. Jaritz selbst ist Nebenerwerbsbauer und hat die letzten Jahrzehnte Rettungsinitiativen für die Pinzgauer Strahlenziege, die Blobe Ziege oder die letzten autochthonen Schweineschläge der Alpen unterstützt. In seinem Vorwort schreibt er: „Mit der Bewirtschaftung des Hofes, der täglichen Arbeit als Nebenerwerbslandwirt und der wachsenden Begeisterung für seltene Nutztierrassen veränderte sich mein Leben.“</p>
<p>Hoffentlich trägt dieses Buch auch ein wenig dazu bei, Bedrohung und Aussterben der Rassen zu verhindern und ein Bewusstsein für die kostbaren Seltenheiten zu schaffen.</p>
<p><em>Günter Jaritz</em>, <strong>Seltene Nutztiere der Alpen,</strong> 7000 Jahre geprägte Kulturlandschaft; Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0744-2</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ueber-land.eu/seltene-nutztiere-der-alpen-guenter-jaritz/">Das Geheimnis der seltenen Nutztiere</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ueber-land.eu">über_Land</a>.</p>
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