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	<title>Buch/Film Archive - über_Land</title>
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	<description>wir bringen das Land in die Stadt</description>
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		<title>Helga Kromp-Kolb: Klimakrise erfordert jetzt unser Handeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 11:50:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Klimawandel ist keine ferne Zukunftsmusik: Hitzerekorde, Dürreperioden, Starkregenereignisse und Überschwemmungen – wir sind schon mitten im Geschehen.  Doch pessimistisches Jammern bringt uns auch in dieser Krise nicht weiter, wir müssen ins Handeln kommen. Wie, das zeigt Helga Kromp-Kolb in ihrem Buch auf. Ein Beitrag von Katharina Hoff-Powell. In ihrem Buch beschreibt die Klimaforscherin und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Portraet-Kromp-Kolb-Helga-im-Park-I-c-Christopher-Mavric-.jpg" data-rel="lightbox-gallery-X0T5Pg3j" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-8247" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Portraet-Kromp-Kolb-Helga-im-Park-I-c-Christopher-Mavric--683x1024.jpg" alt="Helga Kromp-Kolb Porträt" width="250" height="375" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Portraet-Kromp-Kolb-Helga-im-Park-I-c-Christopher-Mavric--683x1024.jpg 683w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Portraet-Kromp-Kolb-Helga-im-Park-I-c-Christopher-Mavric--200x300.jpg 200w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Portraet-Kromp-Kolb-Helga-im-Park-I-c-Christopher-Mavric--768x1152.jpg 768w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Portraet-Kromp-Kolb-Helga-im-Park-I-c-Christopher-Mavric-.jpg 850w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a>Der Klimawandel ist keine ferne Zukunftsmusik: Hitzerekorde, Dürreperioden, Starkregenereignisse und Überschwemmungen – wir sind schon mitten im Geschehen.  Doch pessimistisches Jammern bringt uns auch in dieser Krise nicht weiter, wir müssen ins Handeln kommen. Wie, das zeigt Helga Kromp-Kolb in ihrem Buch auf. Ein Beitrag von <em>Katharina Hoff-Powell.</em></p>
<p><span id="more-8245"></span></p>
<p>In ihrem Buch beschreibt die Klimaforscherin und emeritierte Professorin am Institut für Meteorologie Helga Kromp-Kolb anschaulich die Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und den neoliberalen Idealen der Politik und des immerwährenden Wirtschaftswachstums.</p>
<p>Sie beginnt ihr Buch mit einem persönlichen Einstieg und einem geschichtlichen Rückblick. So erklärt sie, dass die Phase des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg nahtlos in eine „Ausbeutung von Natur und Mensch“ überging.</p>
<h2><strong>Grenzen des Wachstums</strong></h2>
<p>Die Produktionssteigerung führte zu einem erhöhten Ressourcenverbrauch, zum Beispiel in den Bereichen Wasser, Metalle, Baustoffe, Fläche – und zu Umweltproblemen durch Abwasser, Abgase, Pestizide und Müll. Schon im Jahr 1972 publizierte eine Gruppe junger Wissenschaftler:innen unter der Führung von Dennis und Donella Meadows einen Bericht zu den „Grenzen des Wachstums“. Dessen Kernaussage ist, dass der Anstieg der Weltbevölkerung, der Industrialisierung und der Umweltverschmutzung zu einer Erschöpfung der Ressourcen und somit zu einem Kollaps führen. Trotz vieler Folgestudien und Publikationen zur Dringlichkeit der Lage ist der Wille zur Veränderung bis heute bescheiden.</p>
<h2><strong>Multiple Krisen und die Klimapolitik</strong></h2>
<p>Helga Kromp-Kolb sieht unsere Zeit als eine Zeit der Krisen: Klimakrise, Biodiversitätskrise, Flüchtlingskrise, Coronakrise, Energiekrise, Demokratiekrise, um nur einige zu nennen. Der Klimawandel beeinträchtigt schon heute unser Leben und „bringt die Natur aus dem Gleichgewicht“, so die Wissenschaftlerin. Eine Verringerung des CO2 Ausstoßes könnte dem Klimawandel begrenzen, aber nicht stoppen. Es würde wohl Jahrzehnte dauern, bis sich eine Stabilisierung des Klimas einstellt, da Kipppunkte sich gegenseitig verstärken können. Auch die verschiedenen Krisen verstärken einander, und es ist nicht klar auszumachen, ob der Klimawandel hier als Verstärker fungiert oder gar der Ursprung allen Übels ist.</p>
<h2><strong>Transformation ist nötig</strong></h2>
<p>Die Wissenschaftlerin ist davon überzeugt, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind und spricht sich für ein gutes Leben für alle unter Einhaltung der ökologischen Grenzen des Planeten aus – auch wenn dies in vielen Bereichen mit Verzicht einhergeht. Weniger Energieverbrauch bedeutet weniger Güter, weniger Mobilität, und eine andere Ernährung. Gleichzeitig zeigt Kromp-Kolb auf, dass die Angst vor Verlust unbegründet und ein großes Hindernis im Klimaschutz ist. So endet das Werk mit einem Hoffnungsschimmer: Suffizienz, oder Genügsamkeit, gepaart mit mehr Eigenverantwortung in allen Bereichen des Lebens – das sieht die Autorin als Schlüssel zu einer positiven Wende.</p>
<h2><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Buchcover-Kromp-Kolb-Fuer-Pessimismus-ist-es-zu-spaet-300dpi_cmyk.jpg" data-rel="lightbox-gallery-X0T5Pg3j" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignleft wp-image-8246" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Buchcover-Kromp-Kolb-Fuer-Pessimismus-ist-es-zu-spaet-300dpi_cmyk.jpg" alt="" width="283" height="450" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Buchcover-Kromp-Kolb-Fuer-Pessimismus-ist-es-zu-spaet-300dpi_cmyk.jpg 534w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/09/Buchcover-Kromp-Kolb-Fuer-Pessimismus-ist-es-zu-spaet-300dpi_cmyk-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 283px) 100vw, 283px" /></a></h2>
<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Das Werk der österreichischen Klimapionierin ist eine gelungene Mischung aus persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen und einer Darstellung der Entwicklung in den Bereichen Politik, Klimaschutz, Wirtschaft und Gesellschaft der letzten 70 Jahre. Dabei wird deutlich, dass einzelne Initiativen und Abkommen zu wenig sind, um einen echten Wandel herbeizuführen, es bedarf eines kollektiven Bewusstseins für die Notwendigkeit einer Transformation auf allen Ebenen.</p>
<p>„Wer macht die &#8218;Zeit reif&#8216; für eine positive Wende?“, fragt die Autorin und beantwortet sich selbst diese Frage, indem sie nicht nur Politik und Wirtschaft in die Verantwortung zieht, sondern jeden und jede Einzelne von uns.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Helga Kromp-Kolb</em><br />
<strong>Für Pessimismus ist es zu spät</strong><br />
<strong>Wir sind Teil der Lösung</strong><br />
Molden Verlag<br />
ISBN 978-3-222-15111-8<br />
Molden Verlag, 2023</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Porträtfoto:</strong> ©Christopher Mavric</p>
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		<title>Neue Fermentation: Revolution oder Profitmaximierung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2024 16:13:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Martin Reich beschäftigt sich in seinem Buch „Revolution aus dem Mikrokosmos: Nachhaltige Ernährung durch Fermentation“ mit einer möglichen Ernährungswende durch Mikroorganismen. Dabei bezieht sich der Autor nicht auf die gängigen fermentierten Speisen wie Sauerkraut, Kefir, Kimchi und Miso, sondern Produkte, die als Fleischersatz dienen, wie zum Beispiel veganes Schnitzel und andere verarbeitete pflanzliche Alternativen zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/ReichMartin_vZeitzStefan-20240521_230047.jpg" data-rel="lightbox-gallery-lQnBSbMd" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignleft wp-image-8241 size-medium" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/ReichMartin_vZeitzStefan-20240521_230047-300x300.jpg" alt="Martin Reich: Porträt mit Buch in der Hand" width="300" height="300" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/ReichMartin_vZeitzStefan-20240521_230047-300x300.jpg 300w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/ReichMartin_vZeitzStefan-20240521_230047-1024x1024.jpg 1024w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/ReichMartin_vZeitzStefan-20240521_230047-150x150.jpg 150w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/ReichMartin_vZeitzStefan-20240521_230047-768x769.jpg 768w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/ReichMartin_vZeitzStefan-20240521_230047-168x168.jpg 168w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/ReichMartin_vZeitzStefan-20240521_230047.jpg 1417w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Martin Reich beschäftigt sich in seinem Buch „Revolution aus dem Mikrokosmos: Nachhaltige Ernährung durch Fermentation“ mit einer möglichen Ernährungswende durch Mikroorganismen. Dabei bezieht sich der Autor nicht auf die gängigen fermentierten Speisen wie Sauerkraut, Kefir, Kimchi und Miso, sondern Produkte, die als Fleischersatz dienen, wie zum Beispiel veganes Schnitzel und andere verarbeitete pflanzliche Alternativen zu Fleisch- und Milchprodukten. Ein Beitrag von <em>Katharina Hoff-Powell.</em></p>
<p><span id="more-8239"></span></p>
<h2>Vegane Wurst und veganer Käse</h2>
<p>Fermentation ist schon viele hundert Jahre alt. Heute werden neue Methoden der Verarbeitung erfunden, um die Textur und den Geschmack von Fleisch und Käse zu imitieren. Martin Reich beschreibt, dass die Fermentation einer pflanzlichen Basis zu einem „herzhafteren“ Geschmackserlebnis von veganen Produkten führt und genau das sei es, was Konsument_innen wollen: Vegane Burger, die nach Fleisch schmecken. Veganer Camembert, der wie der echte aus Milch schmeckt.</p>
<h2>Neue Fermentation</h2>
<p>Was anfangs einfach und reizvoll erscheint, wird bald komplex und hoch technisiert. Bioreaktoren sollen Bauernhöfe ersetzen, die Landnutzung der Zukunft soll durch präzisere Pflanzenzüchtung und gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch Roboter und Drohnen Ackerbau auf kleinster Fläche möglich machen. <a href="https://www.ueber-land.eu/innovatives-land-werner-lampert-biopionier/">Biologische Landwirtschaft</a> sieht der Autor nicht als Mittel der Wahl und räumt ein, dass die neue Art der Fermentation nur in Bioreaktoren betrieben werden kann, wodurch das Höfesterben vorangetrieben wird.</p>
<p>Für die Landwirte fällt die Wertschöpfung weg, da die Verarbeitung ihrer Produkte nicht mehr am Hof, sondern in Reaktoren stattfindet. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen verkleinern sich, da durch den verminderten Fleischkonsum weniger Nutztiere gehalten werden. Was passiert mit der freiwerdenden Fläche? Der Autor spricht sich dafür aus diese zu renaturieren, was die von ihm interviewten Expert_innen kritisch sehen.</p>
<h2>Schnelles Wachstum und Nachhaltigkeit</h2>
<p>Martin Reich vergleicht die Start-Up-Szene der neuen Fermentation mit der des Silicon Valley. Der Bereich der Bioreaktoren verzeichne ein schnelles Wachstum, doch ob sich dieser Trend langfristig durchsetze, bleibe offen, so der Autor. Die immer wieder im Buch postulierte Nachhaltigkeit verarbeiteter pflanzlicher Produkte rückt spätestens dann in ein anderes Licht, wenn die Frage nach der Energie für die Bioreaktoren gestellt wird. Woher soll der Strom kommen? Die befragten Expert_innen im Buch bezweifeln, dass sich der massive Anstieg des Stromverbrauchs durch erneuerbare Quellen abdecken ließe. Stattdessen werden fossile Brennstoffe und Kernkraft genannt.</p>
<h2><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Cover.jpg" data-rel="lightbox-gallery-lQnBSbMd" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8240" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Cover.jpg" alt="Martin Reich: Revolution aus dem Mikrokosmus" width="293" height="450" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Cover.jpg 554w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Cover-196x300.jpg 196w" sizes="(max-width: 293px) 100vw, 293px" /></a>Fazit</h2>
<p>Obwohl die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks das erklärte Ziel des Buches ist, hat man als Leser_in nach 310 Seiten den Eindruck, dass die im Buch beschriebene neue Fermentation nichts mit Nachhaltigkeit, sondern vielmehr mit Profitmaximierung zu tun hat. Es geht um Absatz und Gewinn, was weniger für Konsument_innen als für Produzent_innen interessant sein dürfte. Nachhaltige Ernährung ist glücklicherweise auch im kleinen Maßstab und ohne Bioreaktoren möglich.</p>
<p><em>Martin Reich<br />
</em><strong>Revolution aus dem Mikrokosmos<br />
</strong>Residenz Verlag<br />
ISBN: 9783701736126</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nachhaltigkeit ist nicht genug: Martin Grassbergers „Regenerativ“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Aug 2024 08:42:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
		<category><![CDATA[Urban farming]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Grassberger]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrobiom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachhaltigkeit ist nicht genug, es darf noch ein bisserl mehr sein. Martin Grassberger beschreibt sehr umfassend, wie regeneratives Denken uns in ein neues ökologisches Zeitalter begleiten kann. Ein Beitrag von Katharina Hoff-Powell. In seinem dritten Werk geht Martin Grassberger, wie der Titel verspricht, angesichts des voranschreitenden Klimawandels und anderer Krisen auf regenerative Praktiken in der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Martin-Grassberger-c-Aleksandra-Pawloff-klein-web.jpg" data-rel="lightbox-gallery-AVe1TKKa" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-8207" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Martin-Grassberger-c-Aleksandra-Pawloff-klein-web-300x200.jpg" alt="Autor Martin Grassberger, Regenerativ, Nachhaltigkeit ist nicht genug" width="300" height="200" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Martin-Grassberger-c-Aleksandra-Pawloff-klein-web-300x200.jpg 300w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Martin-Grassberger-c-Aleksandra-Pawloff-klein-web-768x511.jpg 768w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Martin-Grassberger-c-Aleksandra-Pawloff-klein-web.jpg 1022w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Nachhaltigkeit ist nicht genug, es darf noch ein bisserl mehr sein. Martin Grassberger beschreibt sehr umfassend, wie regeneratives Denken uns in ein neues ökologisches Zeitalter begleiten kann. Ein Beitrag von <em>Katharina Hoff-Powell.</em><span id="more-8199"></span></p>
<p>In seinem dritten Werk geht Martin Grassberger, wie der Titel verspricht, angesichts des voranschreitenden Klimawandels und anderer Krisen auf regenerative Praktiken in der Wirtschaft, Landschaftsplanung, Architektur, des Gesundheitssystems und des Gemeinwohls ein.</p>
<p>Wie in seinem ersten Buch <a href="https://www.ueber-land.eu/das-leise-sterben-martin-grassberger/">„Das leise Sterben“</a>, in dem der Autor den Zusammenhang zwischen dem Schwinden der Artenvielfalt, dem Bauernsterben und dem erkrankten Mikrobiom des Bodens und des Darms beschrieb, geht Grassberger auch hier sehr anschaulich den Zusammenhängen auf die Spur. Wie können wir uns und den Planeten in Zeiten des Klimawandels regenerieren? Natürlich gibt es hier keine kurze Antwort, umso interessanter sind die Verflechtungen zwischen scheinbar nicht miteinander verknüpften Lebensbereichen.</p>
<h2>Globale Krisen und unsere zwei Gehirnhälften</h2>
<p>Die linke Hälfte unseres Gehirns ist für das analytische Denken verantwortlich und auch für Wissenschaft und Fakten. Doch Faktenwissen alleine, so Grassberger, wird globale Probleme nicht lösen können. Er plädiert für die Förderung rechtshemisphärischer Eigenschaften wie Kreativität und Improvisation durch Kunst, Musik und Meditation, um beide Gehirnhälften in Balance zu bringen und so die Komplexität der Welt besser erlebbar zu machen. Denn nur durch eine ganzheitliche Sicht lassen sich Möglichkeiten für eine gute Zukunft erahnen.</p>
<h2>Urban Gardening und das Mikrobiom</h2>
<p>Ein Beispiel für komplexe Zusammenhänge ist die „Microbiome-Rewilding-Hypothese“. Sie besagt, dass die Begrünung urbaner Flächen, sowie die Flächenentsiegelung gleich mehrere Vorteile mit sich bringen: Sie senken nicht nur die Umgebungstemperatur, sondern fördern auch die mikrobielle Diversität und steigern folglich die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner. Wer hätte gedacht, dass Dachbegrünungen und Urban Gardening das Potenzial haben, die öffentliche Gesundheit zu fördern?</p>
<h2>Nachhaltigkeit ist nicht genug</h2>
<p><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-06-um-10.29.37.png" data-rel="lightbox-gallery-AVe1TKKa" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-8205" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-06-um-10.29.37-195x300.png" alt="Martin Grasserberger &quot;Regenerativ&quot;: Nachhaltigkeit ist nicht genug" width="195" height="300" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-06-um-10.29.37-195x300.png 195w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-06-um-10.29.37-666x1024.png 666w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-06-um-10.29.37-768x1180.png 768w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-06-um-10.29.37.png 976w" sizes="(max-width: 195px) 100vw, 195px" /></a>Wenn wir eine gute Zukunft für unsere Nachkommen und uns selbst kreieren möchten, dann reicht es nicht, den Ist-Zustand zu erhalten, indem wir der Natur „keinen weiteren Schaden“ zufügen. Vielmehr muss ein Wiederaufbau, also eine Regeneration, von erschöpften Ressourcen – von Rohstoffen, Menschen und Ökosystemen – erfolgen. Gleichzeitig soll regeneratives Denken nicht nur einzelne Probleme lösen, sondern die Vitalität von ganzen Systemen, Gemeinschaften und der Umwelt wiederherstellen, es erfordert also ein ganzheitliches Verständnis von komplexen Systemen.</p>
<p>Grob gesprochen plädiert Grassberger für eine Orientierung am Vorbild der Natur und stellt seinen Leser_innen mit seinem Buch einen, wie er selbst es nennt, „Kompass samt Werkzeugkoffer“ zur Verfügung. Wie bei Grassberger üblich, ist es ein gelungener Leseschmaus, der nicht nur zum Denken, sondern auch zum Handeln anregt.</p>
<p><em>Martin Grassberger</em><br />
<strong>Regenerativ: Aufbruch in ein neues ökologisches Zeitalter</strong><br />
Residenz Verlag, 2024</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Foto (oben):</strong> ©Aleksandra Pawloff</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Marktgärtnerei: Kleine Fläche, große Ernte</title>
		<link>https://www.ueber-land.eu/marktgaertnerei-kleine-flaeche-grosse-ernte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 19:32:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
		<category><![CDATA[Innovatives Land]]></category>
		<category><![CDATA[Land_Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Porträts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Marktgärtnerei erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Wie sich eine solche gut planen und erfolgreich führen lässt, legt nun Leon Schleep in seinem zweiten Buch eindrucksvoll und detailliert dar. Ein Beitrag von Katharina Hoff-Powell. Wie der Titel schon verrät, ist Leon Schleeps neues Buch „Kleine Fläche, große Ernte: Wie du deine eigene Marktgärtnerei auf die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ueber-land.eu/marktgaertnerei-kleine-flaeche-grosse-ernte/">Marktgärtnerei: Kleine Fläche, große Ernte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ueber-land.eu">über_Land</a>.</p>
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<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Gemüseinsel_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss-2.jpg" data-rel="lightbox-gallery-KifHsWWm" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Gemüseinsel_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss-2.jpg" alt="" class="wp-image-8158" width="600" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Gemüseinsel_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss-2.jpg 709w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Gemüseinsel_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss-2-300x209.jpg 300w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /></a></figure></div>



<p>Die Marktgärtnerei erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Wie sich eine solche gut planen und erfolgreich führen lässt, legt nun Leon Schleep in seinem zweiten Buch eindrucksvoll und detailliert dar. Ein Beitrag von <em>Katharina Hoff-Powell</em>.</p>



<span id="more-8153"></span>



<p>Wie der Titel schon verrät, ist Leon Schleeps neues Buch „Kleine Fläche, große Ernte: Wie du deine eigene Marktgärtnerei auf die Beine stellst“ vor allem für jene gedacht, die ihren eigenen Gemüsebaubetrieb gründen wollen. Hier geht es nicht um Idealismus und graue Theorie, sondern handfeste Hilfestellung in den Bereichen Betriebsgestaltung und Flächendesign. Der Autor geht auf die Zusammenhänge zwischen regenerativer Landwirtschaft, Marktgarten-Design und Profitabilität ein und lässt vor allem auch seine eigenen Erfahrungen einfließen, hat er doch nach seinem Studium der Ökologischen Landwirtschaft zusammen mit Kolleg*innen eine Fläche gepachtet und eine Marktgärtnerei aufgebaut. Sein Fazit: Mit Geduld und guter Finanzplanung kann man es schaffen, gut von der Marktgärtnerei zu leben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Karotten, Tomaten oder Salat – welche Kultur bringt wieviel?</h2>



<p>Gleich nach der Einführung der wichtigsten Begriffe und Definitionen geht es ans Eingemachte: Schleep führt mehrere Tabellen an, die die Deckungsbeiträge verschiedener Gemüsekulturen auflisten, also je nach Gemüsesorte werden der Preis, die Wuchszeit, die zu erwartende Erntemenge und dadurch Einnahmen pro Quadratmeter aufgelistet. Der Wert für den Umsatz pro Woche ist, so Schleep, ein guter Gradmesser für Profitabilität. Und um diese geht es im Marktgarten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Krumme Karotte“: ein Beispiel für eine eigene Marktgärtnerei</h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/gärtnern_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss.jpg" data-rel="lightbox-gallery-KifHsWWm" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="333" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/gärtnern_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss.jpg" alt="Gärtnern in der Marktgärtnerei" class="wp-image-8161" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/gärtnern_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/gärtnern_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss-300x176.jpg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></div>



<p>Was Leon Schleeps Buch auszeichnet, ist die gelungene Mischung aus Fachbegriffen, Methoden und Werkzeugen, gepaart mit eigenen Erfahrungen und Interviews mit anderen Marktgärtner*innen. Der Clou an dem Buch aber ist, dass der Autor den Aufbau eines eigenen Betriebes noch anschaulicher und greifbarer gestaltet, indem er den Planungsprozess eines Marktgartens, der „Krummen Karotte“ in jedes Kapitel –thematisch passend – einbettet. So können Leser*innen sich die umfassenden Informationen zur Gestaltung eines Betriebes – Stichwort Beetlänge und -breite, Till oder No-Till-Methode, Vor- und Nachteile begrünter Wege, Infrastruktur, Folientunnel, Agroforst, – nochmals in der Anwendung vor Augen führen. Außerdem wird auch über Planungsfehler gesprochen, um den Leser*innen die Stolpersteine aus eigener Erfahrung schon vorweg aus dem Weg zu räumen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Das Buch hält, was der Titel verspricht. Auf 245 Seiten werden wirtschaftliche Faktoren, Flächenplanung und notwendige Infrastruktur sowie Gerätschaften im Detail besprochen. Nach der Lektüre hat man direkt das Gefühl, loslegen zu können. Es ist, mit den Worten des Autors selbst, ein Buch von Gärtner*innen für Gärtner*innen“.</p>



<p><em>Der Autor Leon Schleep brennt für das Thema Marktgärtnerei. Deswegen hat er sich die Zeit genommen und ein paar Interviewfragen zu seinem Buch beantwortet. Hier das Interview in voller Länge.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Interview mit Leon Schleep</h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Leon-Schleep_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss.jpg" data-rel="lightbox-gallery-KifHsWWm" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="557" height="709" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Leon-Schleep_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss.jpg" alt="" class="wp-image-8160" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Leon-Schleep_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss.jpg 557w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Leon-Schleep_©-Löwenzahn-Verlag_Fabian-Weiss-236x300.jpg 236w" sizes="(max-width: 557px) 100vw, 557px" /></a></figure></div>



<p><strong>Katharina:</strong> Du bist Autor zweier Bücher, hast ökologische Landwirtschaft studiert und eine Marktgärtnerei aufgebaut. Was hat dich dazu bewogen, eine Marktgärtnerei zu gründen?<br><br><strong>Leon:</strong> Es war während des Studiums schon immer mein Traum, selber Gemüse anzubauen. Als dann der Beginn der Covid-Pandemie quasi zeitgleich mit meinem Studienende zusammenfiel, dachten wir, – mein Gärtnerkollege Tim und ich – dass das doch ein guter Zeitpunkt für den Start dieser Idee sei. Denn viele andere Sachen konnte man eh nicht machen, wir waren viel draußen und die Leute waren sehr an gutem und gesundem Gemüse interessiert.</p>



<p><strong>Katharina:</strong> Ich muss gestehen, ich habe mich sehr auf dein zweites Buch gefreut und dann gleich am Anfang der Einleitung gelesen, dass du die Gemüseinsel aufgibst, um zu reisen. Das hat meine Lese-Euphorie erstmal gebremst, da ich mich gefragt habe, warum du deinen (oder meinen!) Lebenstraum schon nach dreieinhalb Jahren aufgibst. Was treibt dich in die Welt hinaus und wo siehst du dich in Zukunft?<br><br><strong>Leon:</strong> Wir haben in den letzten dreieinhalb Jahren sehr viel gelernt und viel Spaß gehabt. Aber Gemüse ist nun einmal nicht das Einzige im Leben. Wir sind recht spontan damals nach Dietzenrode in Thüringen gekommen und haben uns immer gesagt, dass wir nach drei Jahren nochmal schauen, ob alles so ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben dann gemerkt, dass Dietzenrode vielleicht nicht der Ort für immer ist – auch wenn es dort super schön ist. Außerdem haben sich bei uns auch noch privat einige Dinge geändert, weshalb wir Lust hatten nochmal andere Orte kennenzulernen. Uns war aber immer wichtig, dass die Gemüseinsel weitergeführt wird. Deshalb sind wir jetzt sehr glücklich zwei tolle Nachfolger*innen gefunden zu haben. Die beiden werden den Betrieb bestimmt sehr gut weiterführen!</p>



<p><strong>Katharina:</strong> Deine Definition von regenerativer Landwirtschaft ist inspirierend: Land so zu bewirtschaften, dass die Gesundheit der Ökosysteme verbessert wird und gleichzeitig soziale Aspekte mitgedacht werden, wobei der Ertrag optimiert und nicht maximiert wird. Wie siehst du in diesem Kontext den geschützten Anbau bzw. Folientunnel? Haben diese neben der Ertragssteigerung noch einen Wert bzw. ginge es deiner Meinung nach auch ohne?<br><br><strong>Leon:</strong> Im kommerziellen Anbau sehe ich derzeit eher weniger Chancen auf Folientunnel zu verzichten. Zumindest wenn man auch Tomaten, Gurken etc. verkaufen will. Auch im Frühjahr und im Herbst sind die Tunnel super wichtig, um die Erntefenster zu vergrößern. Klar, Folientunnel sind nicht super ästhetisch, aber gleichzeitig muss auf diese Art und Weise weniger Gemüse importiert werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Cover_Schleep_Löwenzahn-Verlag.jpg" data-rel="lightbox-gallery-KifHsWWm" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="425" height="519" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Cover_Schleep_Löwenzahn-Verlag.jpg" alt="Leon Schleep: Cover vom Buch &quot;Kleine Fläche, große Ernte&quot; " class="wp-image-8155" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Cover_Schleep_Löwenzahn-Verlag.jpg 425w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/11/Cover_Schleep_Löwenzahn-Verlag-246x300.jpg 246w" sizes="(max-width: 425px) 100vw, 425px" /></a></figure></div>



<p><strong>Katharina:</strong> Marktgarten und Tierhaltung = Die Vereinbarkeit der beiden wird im Buch kurz angesprochen. Habt ihr das auf der Gemüseinsel probiert? Wie waren eure Erfahrungen damit?<br><br><strong>Leon:</strong> Wir hatten mal drei Laufenten, die Schnecken sammeln sollten. Aber so richtig erfolgreich war das nicht.</p>



<p><strong>Katharina:</strong> Welches ist dein Lieblings-Werkzeug, -Tool oder -Gerät im Gemüseanbau und warum?<br><br><strong>Leon:</strong> Vielleicht würde ich unseren Grid-Marker wählen. Das ist eine Rolle, auf der Markierungen sind. Damit rollen wir vor dem Pflanzen einmal über das Beet und dann sind alle Pflanzstellen markiert. Damit sparen wir uns sehr viel Zeit. Zu Beginn, als wir ihn noch nicht hatten, hat die Markierung ewig gedauert.</p>



<p></p>



<p><strong>Danke für das Gespräch</strong>.<br><br></p>



<p><strong>Leon Schleep</strong><br><em>Kleine Fläche, große Ernte</em><br>Löwenzahn Verlag<br>ISBN 978-3-7066-2985-0</p>



<p></p>



<p>Alle Fotos: Löwenzahn Verlag/Fabian Weiss</p>
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		<title>Leben mit Permakultur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2023 13:22:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Innovatives Land]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Haus, ein Bach, 6.500 Quadratmeter Land in der Normandie und der Kopf voller Träume – so beschreibt der Autor selbst seine Ausgangssituation, als er von Paris in die Normandie zieht, um sich seinen Lebenstraum zu erfüllen und Bauer zu werden. Was als Selbstversorgerprojekt beginnt, mündet dank der Vernetzung mit anderen Produzent*innen in der biologisch [&#8230;]</p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Draufsicht.jpg" data-rel="lightbox-gallery-CMgyzhsN" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="425" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Draufsicht.jpg" alt="Leben mit Permakultur; Garten von oben" class="wp-image-8145" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Draufsicht.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Draufsicht-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></div>



<p>Ein Haus, ein Bach, 6.500 Quadratmeter Land in der Normandie und der Kopf voller Träume – so beschreibt der Autor selbst seine Ausgangssituation, als er von Paris in die Normandie zieht, um sich seinen Lebenstraum zu erfüllen und Bauer zu werden. Was als Selbstversorgerprojekt beginnt, mündet dank der Vernetzung mit anderen Produzent*innen in der biologisch intensiven Landwirtschaft in ein Vorzeigemodell für die Landwirtschaft der Zukunft. Ein Beitrag von <em>Katharina Hoff-Powell.</em></p>



<span id="more-8144"></span>



<p>Endlich! Das Buch von den Pionieren der Permakultur in Frankreich ist in der deutschen Übersetzung im Löwenzahn Verlag erschienen. Auf 303 Seiten erzählt Charles Hervé-Gruyer zuerst von seinen Abenteuern als Weltumsegler und den Lehren, die er aus Zusammentreffen mit Indigenen gezogen hat und nimmt die Leser*innen dann mit auf seine und Perrines Entdeckung und Auslegung der Permakultur. Auf ihrer Ferme du Bec Hellouin experimentiert das Ehepaar mit einfachsten Anbaumethoden und verzichtet dabei auf einen Traktor oder anderen Maschineneinsatz.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Beete.jpg" data-rel="lightbox-gallery-CMgyzhsN" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="380" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Beete.jpg" alt="" data-id="8146" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=8146" class="wp-image-8146" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Beete.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Beete-300x201.jpg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Feldarbeit_mit_Pferd.jpg" data-rel="lightbox-gallery-CMgyzhsN" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="539" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Feldarbeit_mit_Pferd.jpg" alt="" data-id="8147" data-full-url="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Feldarbeit_mit_Pferd.jpg" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=8147" class="wp-image-8147" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Feldarbeit_mit_Pferd.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Permakulturgarten_Feldarbeit_mit_Pferd-300x285.jpg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></li></ul></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Auf kleinen Flächen viel Ertrag</strong></h2>



<p>Zunächst wollen die beiden sich und ihre Familie selbst versorgen, dann entschließen sie sich, die Produktion zu erweitern und einen Hofladen zu eröffnen. Ein ambitioniertes Unterfangen, das auch von Rückschlägen geprägt ist. Sie stellen fest, dass Permakultur vor allem von Selbstversorger*innen propagiert, jedoch kaum von landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben praktiziert wird und sehen fortan ihre Mission darin, eine Brücke zwischen beiden Welten zu bauen. Mit „einfachen und natürlichen Praktiken“ erreichen sie Produktionsniveaus, die selbst Fachleute zum Staunen bringen, und beweisen damit, dass es auch auf kleinen Flächen möglich ist, viel Ertrag zu erwirtschaften.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Neue postfossile Ära</strong></h2>



<p>Auf ihrem Weg werden sie von vielen Quellen inspiriert und fügen diese zu der Méthode de la Ferme du Bec Hellouin zusammen. Sie sehen die Notwendigkeit einer neuen – postfossilen – Ära in der Landwirtschaft, und nennen diese Naturlandwirtschaft. Sie ist natürlichen Ökosystemen nachempfunden und birgt auch die Möglichkeit, verschiedene Probleme unserer Zeit, wie Charles es nennt, zu lösen: die Klimaerwärmung, die Beschäftigung bzw. die Schaffung von Arbeitsplätzen, Gesundheit und Ernährung, Energie, Biodiversität.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Cover_Hervé-Gruyer_900.jpg" data-rel="lightbox-gallery-CMgyzhsN" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="216" height="324" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Cover_Hervé-Gruyer_900.jpg" alt="Leben mit Permakultur; Cover" class="wp-image-8148" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Cover_Hervé-Gruyer_900.jpg 216w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2023/07/Cover_Hervé-Gruyer_900-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 216px) 100vw, 216px" /></a></figure></div>



<p>Das Buch ist, obwohl es viele Querverweise zu anderen Quellen und Studien enthält, so spannend geschrieben wie ein Krimi und dabei überaus anregend und inspirierend. Es ist ein positives Manifest für eine postfossile Welt, in der der Mensch eine positive und konstruktive Rolle spielt.</p>



<p><em>Perrine und Charles Hervé-Gruyer</em><br><strong>Unser Leben mit Permakultur</strong><br>Löwenzahn Verlag 2023<br>ISBN 978-3-7066-2976-8</p>



<p><strong>Photos:</strong> © Löwenzahn Verlag /Perrine und Charles Hervé-Gruyer</p>



<h3 class="wp-block-heading"></h3>
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		<title>Wie Market Gardening und Agroforst zusammenpassen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2022 15:08:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
		<category><![CDATA[Innovatives Land]]></category>
		<category><![CDATA[Land_Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Agroforst]]></category>
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		<category><![CDATA[Market Gardening]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Market Gardening und Agroforst, diese beiden Begriffe scheinen derzeit in aller Munde zu sein. In seinem Buch erzählt Leon Schleep nicht nur von der Geschichte und den Vorteilen dieser beiden Anbaumethoden, sondern gibt anhand von eigenen Erfahrungen und Interviews mit anderen Marktgärtnerei-Betrieben viele detailreiche praktische Tipps, wie sich diese gut kombinieren lassen. Ein Beitrag von [&#8230;]</p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-full"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/FabianWeiss_Schleep_Termin01_132_FAB3571-1.jpg" data-rel="lightbox-gallery-quvS13NL" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="709" height="473" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/FabianWeiss_Schleep_Termin01_132_FAB3571-1.jpg" alt="Market Gardening und Agroforst" class="wp-image-8042" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/FabianWeiss_Schleep_Termin01_132_FAB3571-1.jpg 709w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/FabianWeiss_Schleep_Termin01_132_FAB3571-1-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /></a></figure></div>



<p>Market Gardening und Agroforst, diese beiden Begriffe scheinen derzeit in aller Munde zu sein. In seinem Buch erzählt Leon Schleep nicht nur von der Geschichte und den Vorteilen dieser beiden Anbaumethoden, sondern gibt anhand von eigenen Erfahrungen und Interviews mit anderen Marktgärtnerei-Betrieben viele detailreiche praktische Tipps, wie sich diese gut kombinieren lassen. Ein Beitrag von <em>Katharina Hoff-Powell</em>.</p>



<span id="more-8033"></span>



<p>Eines vorweg: Wer auf der Suche nach einer regenerativen Alternative zur gängigen Praxis in der Landwirtschaft ist, wird hier fündig. Immerhin sind die Herausforderungen auf globaler Ebene enorm. Der Klimawandel, das Artensterben, Hungerkrisen, das Höfe-Sterben. Umso verwunderlicher ist es, dass die Lösung all dieser Problemfelder so einfach zu sein scheint.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alles für den Kompost: Market Gardening</strong></h2>



<p>Das Konzept der Marktgärtnerei ist nicht neu. Es entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Paris. In den äußeren Bezirken der Metropole gab es damals eine florierende Gärtner*innenkultur, die sich eine wertvolle lokale Ressource zu Nutze machte: Pferdemist. Diesen gab es vor der Einführung des Automobils im wahrsten Sinn des Wortes zuhauf, und mit diesem Input und einer ausgeklügelten Mischkultur war der Ertrag mit 4-8 Ernten pro Jahr so hoch, dass nicht nur die Pariser*innen versorgt werden konnten, sondern Überschüsse sogar bis nach England exportiert wurden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/Schleep_Foto_Fabian_Weiss.jpg" data-rel="lightbox-gallery-quvS13NL" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/Schleep_Foto_Fabian_Weiss.jpg" alt="Market Gardening" class="wp-image-8037" width="310" height="464" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/Schleep_Foto_Fabian_Weiss.jpg 378w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/Schleep_Foto_Fabian_Weiss-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 310px) 100vw, 310px" /></a><figcaption>Autor Leon Schleep</figcaption></figure></div>



<p>Leider verschwand mit den Pferden auch die Grundlage für den städtischen Gemüseanbau, aber die Idee einer Mischkultur auf kleiner Fläche war geboren und wurde andernorts wieder aufgegriffen, unter anderem von Alan Chadwick und später John Jeavons, der den biointensiven 8-Punkte-Plan für mehr Produktivität im Garten formulierte. Dieser wird auch von Schleep beschrieben und fußt auf dem Gedanken, das Bodenleben durch Kompost zu fördern und den Boden zu lockern, statt zu pflügen. Dann werden Mischkulturen aus samenfestem Saatgut möglichst dicht gepflanzt. Die Kulturen sollen eine hohe Kalorien- und Kohlenstoffeffizienz aufweisen, also kalorisch wertvoll sein und sowohl als Nahrung, als auch zur Kompostherstellung durch Pflanzenreste dienen. Kurzum: Es ist ein ganzheitliches Anbausystem, das ein bisschen an die Grundsätze der Permakultur erinnert.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Agroforst oder Bäume sind mehr als Stickstofffixierer und Schattenspender</strong></h2>



<p>Wer hätte gedacht, dass eine Streuobstwiese ein Beispiel für ein Agroforstsystem in unseren Breiten ist?</p>



<p>Bäume spenden nicht nur Schatten und beugen der Bodenerosion vor, sie versorgen je nach Sorte auch Insekten, Vögel und Menschen mit Nahrung.&nbsp; Durch die Begrünung möglichst vieler Ebenen können sie mehr Sonnenenergie einfangen und zu Biomasse umwandeln, also den Gesamtertrag für die Gärtner*in steigern. Andererseits konkurrieren die Gehölze und das Gemüse um Licht, Wasser und Nährstoffe, darum ist ein gut durchdachtes Design das Um und Auf.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/FabianWeiss_Schleep_Termin01_372_FAB8334.jpg" data-rel="lightbox-gallery-quvS13NL" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/FabianWeiss_Schleep_Termin01_372_FAB8334.jpg" alt="Market Gardening" class="wp-image-8038" width="532" height="355" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/FabianWeiss_Schleep_Termin01_372_FAB8334.jpg 709w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/FabianWeiss_Schleep_Termin01_372_FAB8334-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 532px) 100vw, 532px" /></a></figure></div>



<p>In einem Agroforstsystem gibt es mehrere Elemente, die sich ergänzen: Gehölze, Ackerkulturen und optional auch Tiere. Schleep geht auf verschiedene Arten von Agroforstsystemen in den gemäßigten Breiten ein und gibt auch Gestaltungstipps zur Wahl der Bäume, Sträucher oder Hecken, sowie zu Reihenabstand und Baumhöhe. Sein Fazit: Market Gardening und Agroforst passen gut zusammen, es ist nur eine Frage der richtigen Planung. Eine gute Kombination beider Anbausysteme birgt die Möglichkeit, dem Verlust der Biodiversität und dem Artensterben und auch der Klimakrise etwas entgegenzusetzen. Ein weiterer Grund, Agroforst in den Marktgarten zu integrieren: Bäume sehen einfach hübsch aus!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Inspirierende Lektüre</strong></h2>



<p>Leon Schleeps Buch ist eine gelungene Mischung aus theoretischem Hintergrundwissen und interessanten Praxisbeispielen, vor allem aber nicht nur in Form von Interviews mit Marktgärtner*innen in unterschiedlichen Klimazonen und Kontexten. Seine Theorien fußen auf solider Recherche und er verweist auf viele unterschiedliche Quellen wie Studien, Bücher und Filme. Das Buch ist mitreißend geschrieben und erzeugt ein Kribbeln unter den Fingernägeln gepaart mit dem Wunsch, es gleich selbst mit der Marktgärtnerei zu versuchen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/2964.Cover_.jpg" data-rel="lightbox-gallery-quvS13NL" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/2964.Cover_.jpg" alt="Market Gardening und Agroforst" class="wp-image-8035" width="347" height="425" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/2964.Cover_.jpg 463w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2022/06/2964.Cover_-245x300.jpg 245w" sizes="(max-width: 347px) 100vw, 347px" /></a></figure></div>



<p><strong>Leon Schleep</strong><br><em>Market Gardening &amp; Agroforst. Von Gemüse und Bäumen, Grundlagen und Vorbildern, oder: Wie du mit Bäumen deinen Gemüsebetrieb super resilient machst.</em><br>Löwenzahn Verlag, 2022</p>



<p><strong>Alle Fotos:</strong> ©Fabian Weiss</p>



<p></p>
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		<title>Martin Grassberger: Das unsichtbare Netz des Lebens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2021 09:39:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
		<category><![CDATA[Land_Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Artenvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In seinem neuesten Werk knüpft Martin Grassberger da an, wo sein letztes und preisgekröntes Buch „Das leise Sterben“ geendet hat. Eindrucksvoll und umfassend beschreibt der Autor die Zusammenhänge und komplexen Verflechtungen unserer Gesundheit, unserer Lebens- und Ernährungsweise und der Biodiversität des Planeten. Ein einfaches „richtig“ oder „falsch“, „ja“ oder „nein“, „gut“ oder „schlecht“ gibt es [&#8230;]</p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/12/Grassberger-ueber-land-future-food-talk-2.jpg" data-rel="lightbox-gallery-OngUEZ5I" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="319" height="425" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/12/Grassberger-ueber-land-future-food-talk-2.jpg" alt="Biodiversität" class="wp-image-7980" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/12/Grassberger-ueber-land-future-food-talk-2.jpg 319w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/12/Grassberger-ueber-land-future-food-talk-2-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 319px) 100vw, 319px" /></a></figure></div>



<p>In seinem neuesten Werk knüpft Martin Grassberger da an, wo sein letztes und preisgekröntes Buch <a href="https://www.ueber-land.eu/das-leise-sterben-martin-grassberger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Das leise Sterben“</a> geendet hat. Eindrucksvoll und umfassend beschreibt der Autor die Zusammenhänge und komplexen Verflechtungen unserer Gesundheit, unserer Lebens- und Ernährungsweise und der Biodiversität des Planeten. Ein einfaches „richtig“ oder „falsch“, „ja“ oder „nein“, „gut“ oder „schlecht“ gibt es hier nicht. Eine Besprechung von Gastautorin <em>Katharina Hoff-Powell</em>. </p>



<p></p>



<span id="more-7969"></span>



<p>Das Buch beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod eines Holobionten (das ist eine Gruppe verschiedener, voneinander abhängiger ökologischer Organismen, die als Ganzes zusammenleben). Dazwischen blüht das Leben in und um uns herum, Grassberger beschreibt anhand einer Vielzahl wissenschaftlicher Quellen die Wechselwirkungen im Netz des Lebens, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Viren nicht zwingend schlecht sein müssen. Im Gegenteil: Sogenannte Retroviren haben die Entwicklung der menschlichen Spezies teilweise gefördert und wurden im Zuge dessen sogar Teil unseres Genoms. Darüberhinaus bilden winzig kleine Mikroben den größten Teil der Biodiversität der Erde. Wir können sie nicht sehen, und doch sind sie in der Luft, im Wasser, im Boden und in uns anzutreffen und wir sind auf sie angewiesen, denn ohne Mikroben könnten wir weder essen noch atmen.</p>



<p>Interessant ist, dass zwar zwischen dem Mikrobiom des Darms, der Haut, des Bodens usw. unterschieden wird, es aber schlussendlich nur ein einziges großes Mikrobiom, das der gesamten Biosphäre gibt. Schon in seinem letzten Buch hat Martin Grassberger auf den Zusammenhang zwischen dem „leisen Sterben“ des Bodens, der Bauern und des menschlichen Mikrobioms hingewiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was das innere (und äußere) Ökosystem schädigt</strong></h2>



<p>Das Mikrobiom ist einer Vielzahl von Einflüssen unterworfen. Die Umstände der Geburt, die Genetik, Lebensort, Lebensstil und Ernährung prägen uns weit mehr, als man vermuten möchte. Umweltfaktoren wie Umweltchemikalien, Medikamente, Nahrungsmittelzusatzstoffe und Mikroplastik spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krankheiten. Auch zu wenig Schlaf und Bewegungsmangel tragen das ihre bei. Hier geht der Autor detailliert auf diese und noch mehr Faktoren und ihre Wirkung auf das Mikrobiom ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Den inneren Garten kultivieren</strong></h2>



<p>Obwohl sich die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms jedes Menschen aufgrund von Ernährungs- und Lebensweise unterscheidet und daher z. B. Medikamente auch bei jedem und jeder Patientin anders wirken, gibt es doch eine grobe Ernährungsempfehlung, die der Gesundheit zuträglich sein kann: Eine vorwiegend aber nicht ausschließlich pflanzliche und abwechslungsreiche Ernährung mit einer Vielzahl an Faser- und Ballaststoffen scheint nach dem neuesten Stand der Mikrobiomforschung wesentlich für die Gesundheit zu sein.<br>Darüberhinaus scheint die geringe Biodiversität im Lebensumfeld unsere innere Diversität verarmen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Artenverlust hat weitreichende Folgen</strong></h2>



<p>Was im Zuge der derzeitigen Pandemie interessant ist: Auch auf den Verlauf einer Covid-19- Erkrankung scheint die fehlende Diversität der Darmbakterien Einfluss zu nehmen. In einer vielbeachteten Studie demonstrierten Forscher der University of Massachusetts sogar, dass die Zusammensetzung des Darm- bzw. Mundhöhlenmikrobioms mit 92- bzw. 86-prozentiger Genauigkeit einen schweren Covid-19-Verlauf anzeigt. Somit sind unser Darm und unsere Gesundheit enger miteinander und mit der Umwelt verwoben, als bisher angenommen.</p>



<h2 class="has-text-align-left wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/12/das-unsichtbare-netz-des-lebens-2.jpg" data-rel="lightbox-gallery-OngUEZ5I" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/12/das-unsichtbare-netz-des-lebens-2.jpg" alt="Biodiversität" class="wp-image-7976" width="230" height="352" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/12/das-unsichtbare-netz-des-lebens-2.jpg 459w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/12/das-unsichtbare-netz-des-lebens-2-196x300.jpg 196w" sizes="(max-width: 230px) 100vw, 230px" /></a></figure></div>



<p>Schlussendlich liefert Grassberger durch seine umfassende Analyse doch den Schlüssel für viele unserer vieldiskutierten Probleme wie Klimawandel, Pandemie und Artensterben: Diversität, und zwar auf allen Ebenen. Es liegt in unserer Hand, diese zu kultivieren und zu erhalten.</p>



<p><em>Martin Grassberger</em><br><strong>Das unsichtbare Netz des Lebens:</strong><br>Wie Mikrobiom, Biodiversität, Umwelt und Ernährung unsere Gesundheit bestimmen<br>Residenz-Verlag, 2021<br>ISBN: 9783701735358</p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Gewinne Karten für den Film „Das Land meines Vaters“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Nov 2021 15:39:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
		<category><![CDATA[Land_Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12. November läuft in den österreichischen Kinos der Film „Das Land meines Vaters“ an. Die Überländerin hat für Euch den Film vorab angesehen und kommt zum Schluss: ein absolut sehenswerter Film. Er beschreibt Aufstieg und Fall eines landwirtschaftlichen Betriebs, der trotz Engagement seiner Besitzer vor die Hunde geht. Interessiert? Dann macht mit beim Gewinnspiel, [&#8230;]</p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/11/landmeinesvaters01.jpg" data-rel="lightbox-gallery-cwpozIgA" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/11/landmeinesvaters01.jpg" alt="Das Land meines Vaters" class="wp-image-7961" width="550" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/11/landmeinesvaters01.jpg 709w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/11/landmeinesvaters01-300x212.jpg 300w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /></a></figure></div>



<p>Am 12. November läuft in den österreichischen Kinos der Film „Das Land meines Vaters“ an. Die Überländerin hat für Euch den Film vorab angesehen und kommt zum Schluss: ein absolut sehenswerter Film. Er beschreibt Aufstieg und Fall eines landwirtschaftlichen Betriebs, der trotz Engagement seiner Besitzer vor die Hunde geht. Interessiert? Dann macht mit beim Gewinnspiel, bei dem es Karten für Euch zu gewinnen gibt.</p>



<span id="more-7960"></span>



<p>Der junge Pierre kommt nach seinem Amerika-Aufenthalt, wo er auf einer riesigen Ranch seine landwirtschaftliche Praxis absolvierte, wieder zurück zum Hof des Vaters nach Frankreich. Voller Tatendrang und frisch verliebt übernimmt Pierre gemeinsam mit seiner zukünftigen Frau den Hof und möchte ihn ertragreich bewirtschaften.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fremdfinanziert in den Untergang</h2>



<p>Die übersichtliche Schafzucht des Vaters weicht einer großen, „zukunftsfähigen“ Ziegenzucht, finanziert von der Bank. Pierre muss bald erkennen, dass der erzielte Preis für die Lämmer weit unter seinen Erwartungen liegt. Um seine wirtschaftlichen Probleme zu lösen, muss ein zweites Standbein – natürlich mit riesigem Stall – her. Der Verkäufer eines landwirtschaftlichen Konzerns berät ihn „vertrauensvoll“ bei der Errichtung eines Gebäudes für Tausende von Hühnern, die dort in Rekordzeit zum Schlachtgewicht gemästet werden. Als an einem Wochenende die Technik des Fütterungsautomaten versagt, der Konzern niemanden zur Behebung schicken kann, muss Pierre händisch die Hühner füttern. Sein Vater kommt, um ihm zu helfen. Er nimmt eines der Hühner in die Hände, hält es dem Sohn hin und fragt: „Schämst Du Dich nicht?“ Pierre antwortet, wenn die Leute einen Scheiß zahlen, dann bekommen sie auch einen Scheiß. Kurze Zeit später nach diesem Vorfall bricht Pierre im Stall zusammen. Er bekommt Medikamente, er beginnt zu rauchen, zu trinken. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.</p>



<p>Als der Ziegenstall in einer Nacht abbrennt, ist Pierre am Boden zerstört. Er zerbricht, trotz hingebungsvoller Liebe von seiner Ehefrau und seinen Kindern.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Das Land meines Vaters - Trailer" width="768" height="432" src="https://www.youtube.com/embed/lCqEU7sYqGE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Industrielle Landwirtschaft schafft Abhängigkeiten</h2>



<p>&#8222;Das Land meines Vaters&#8220; zeigt eindringlich die Entwicklung dieses jungen, engagierten Bauern: Er arbeitet viel und gern, ist ein verantwortungsvoller und liebevoller Familienvater. Er versteht sich als Unternehmer, der weiter wachsen möchte. Doch er wird immer mehr mit Preisdumping und EU-Auflagen konfrontiert. Er und seine Familie kämpfen dagegen an, aber sie verlieren schließlich den Traum vom eigenen Hof.</p>



<p>„Das Land meines Vaters“ beruht auf Erinnerungen des Regisseurs und Co-Autors Edouard Bergeon. Mit diesem Film legt er ein einprägsames Zeugnis vor: Er zeigt, die Folgen einer industriellen Landwirtschaft, die weder Mensch noch Tier noch Boden Respekt zollt. Ein System, das Abhängigkeiten und Unfreiheiten schafft. Die Geschichte von Pierre ist kein trauriger Einzelfall:&nbsp;</p>



<p>„Jeden Tag nimmt sich in Frankreich ein Bauer das Leben“, so steht es im Abspann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gewinnspiel</h2>



<p>Wenn Ihr &#8222;Das Land meines Vaters&#8220; ansehen wollt, dann könnt Ihr 2 x 2 Karten gewinnen. Mit einem Kommentar zu diesem über_Land-Beitrag seid Ihr beim Gewinnspiel dabei.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Teilnahmebedingung</strong></h3>



<ul class="wp-block-list"><li>Das Gewinnspiel läuft vom 12.11.2021 bis 16.11.2021, 24 Uhr.</li><li>Teilnahmeberechtigt sind über_Land-Fans aus Österreich, die mindestens 18 Jahre alt sind.</li><li>Die Gewinner werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt und via E-Mail benachrichtigt.</li><li>Die Daten der Gewinner werden vertraulich behandelt.</li><li>Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</li></ul>
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		<title>Süßgras: Die Weisheit der Pflanzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2021 07:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
		<category><![CDATA[Land_Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Süßgras pflanzen, hegen, pflücken, flechten, verbrennen: anhand dieser auch bei uns vorkommenden, nach Honig und Vanille duftenden Pflanze erzählt Robin Wall Kimmerer von der Geschichte und Weisheit der Indigenen Nordamerikas. Ein Beitrag von Gastautorin Katharina Hoff-Powell. In ihrem neuesten Buch &#8222;Geflochtenes Süßgras: die Weisheit der Pflanzen&#8220; plädiert die Ethnobotanikerin Robin Wall Kimmerer zu einer Rückbesinnung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/09/Kimmerer_Robin-Wall_2021_2688_c_Dale-Kakkak-1.jpg" data-rel="lightbox-gallery-XaSm7MFr" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/09/Kimmerer_Robin-Wall_2021_2688_c_Dale-Kakkak-1.jpg" alt="Süßgras" class="wp-image-7868" width="282" height="424" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/09/Kimmerer_Robin-Wall_2021_2688_c_Dale-Kakkak-1.jpg 472w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/09/Kimmerer_Robin-Wall_2021_2688_c_Dale-Kakkak-1-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 282px) 100vw, 282px" /></a><figcaption>Autorin Robin Wall Kimmerer</figcaption></figure></div>



<p>Süßgras pflanzen, hegen, pflücken, flechten, verbrennen: anhand dieser auch bei uns vorkommenden, nach Honig und Vanille duftenden Pflanze erzählt <em>Robin Wall Kimmerer</em> von der Geschichte und Weisheit der Indigenen Nordamerikas. Ein Beitrag von Gastautorin <em>Katharina Hoff-Powell</em>.</p>



<span id="more-7865"></span>



<p>In ihrem neuesten Buch &#8222;Geflochtenes Süßgras: die Weisheit der Pflanzen&#8220; plädiert die Ethnobotanikerin <em>Robin Wall Kimmerer</em> zu einer Rückbesinnung auf die Natur. Als Angehörige der <a href="https://www.potawatomi.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Citizen Potawatomi Nation</a> ist sie davon überzeugt, dass Pflanzen weit mehr als eine Ressource sind, sie bezeichnet sie sogar als Lehrer, da sie uns Achtsamkeit und Dankbarkeit lehren können, wenn wir es zulassen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Achtsamkeit als Grundstein für mehr Nachhaltigkeit&nbsp;</h2>



<p>Die Autorin verflicht in ihrem Buch botanisches Wissen mit indigener Weisheit und bringt auch ihre eigene Lebensgeschichte mit ein. Als roter Faden zieht sich Süßgras (lateinisch: Hierochloe odorata) eine heilige Pflanze, durch alle Kapitel. Zuerst geht es um seine Bedeutung in der Schöpfungsgeschichte &#8222;Der Sturz der Himmelsfrau&#8220;, weiters um seine botanischen Eigenschaften und natürlich auch um die persönliche Verbindung der Autorin zu ihrer indigenen Herkunft und Vergangenheit. </p>



<p><em>Wall Kimmerer</em> versteht es, mit ihrer bildhaften Sprache und ihrem lebendigen Erzählstil dem Text Leben einzuhauchen. Dabei sind die doch sehr spezifischen historischen Begebenheiten so aufgearbeitet, dass die Lehren, die wir daraus ziehen können, universelle Gültigkeit haben. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ursprüngliche Weisungen als Kompass im Klimawandel</h2>



<p>Obwohl der Titel es nicht vermuten lässt, ist &#8222;Geflochtenes Süßgras&#8220; auch ein Buch über den Klimawandel. Die Ursprünglichen Weisungen der Ältesten in Form von Geschichten dienen nicht zur bloßen Unterhaltung, sie beinhalten auch eine Art Kompass zu mehr Dankbarkeit und somit auch Nachhaltigkeit im Alltag. Jede und jeder in der Natur hat eine Aufgabe zu erfüllen und somit auch Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen. Interessanterweise gilt das nicht nur für den Menschen, sondern auch für Tiere, Pflanzen und auch für die Elemente. Wasser zum Beispiel nährt Pflanzen, Tiere und Menschen und hat in der Weltanschauung der Onondaga folglich auch die Pflicht, seine Gaben mit der Welt zu teilen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/09/9783351038731.jpg" data-rel="lightbox-gallery-XaSm7MFr" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/09/9783351038731.jpg" alt="Süßgras" class="wp-image-7867" width="322" height="515" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/09/9783351038731.jpg 443w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/09/9783351038731-187x300.jpg 187w" sizes="(max-width: 322px) 100vw, 322px" /></a></figure></div>



<p>Die zentrale Forderung des Buches ist die Ausbildung eines ökologischen Bewusstseins, welche einen sorgsameren Umgang mit den noch vorhandenen Ressourcen zur Folge hat. Nur so könne man, so <em>Wall Kimmerer</em>, das Geschenk von Mutter Erde erwidern und den Weg von der Dankbarkeit zur Reziprozität gehen. </p>



<p>Alles in allem ist &#8222;Geflochtenes Süßgras&#8220; eine wunderbar unterhaltsame, berührende, lehrreiche und abschnittsweise alarmierende Lektüre. Das Buch zelebriert das Wunder des Lebens und mahnt die Leserschaft zu mehr Respekt gegenüber allem Sein, bevor es durch Klimawandel und Naturkatastrophen zu spät ist.&nbsp;</p>



<p><em>Robin Wall Kimmerer&nbsp;</em><br><strong>Geflochtenes Süßgras: die Weisheit der Pflanzen </strong><br>Aufbau Verlag, 2021<br>ISBN: 978-3-351-03873-1</p>



<p></p>
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		<title>Die Gstettn der Regina Anzenberger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ueberlaenderin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Aug 2021 13:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch/Film]]></category>
		<category><![CDATA[Land_Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine fotografische Hommage an einen bedrohten Ort und an das, was manche „Unkraut“ nennen: die Arbeiten der bildenden Künstlerin und Fotografin Regina Anzenberger. Ihr Werk über die Gstettn hat sich unsere Gastautorin Ruth Rybarski näher angesehen. Sie sind anarchisch, wild, unangepasst und werden wohl deshalb nicht von allen geliebt: die sogenannten Gstettn, wie auf gut [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ueber-land.eu/die-gstettn-der-regina-anzenberger/">Die Gstettn der Regina Anzenberger</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ueber-land.eu">über_Land</a>.</p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_5150.jpeg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="425" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_5150.jpeg" alt="Gstettn" class="wp-image-7837" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_5150.jpeg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_5150-300x225.jpeg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></div>



<p>Eine fotografische Hommage an einen bedrohten Ort und an das, was manche „Unkraut“ nennen: die Arbeiten der bildenden Künstlerin und Fotografin <em>Regina Anzenberger. </em>Ihr Werk über die Gstettn hat sich unsere Gastautorin <em>Ruth Rybarski</em> näher angesehen.</p>



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<p>Sie sind anarchisch, wild, unangepasst und werden wohl deshalb nicht von allen geliebt: die sogenannten Gstettn, wie auf gut Österreichisch jene von städtischer oder gärtnerischer Zivilisation verschonten, unverbauten&nbsp;Plätze heißen, die sich die Natur hemmungslos zurückerobert hat. Es gibt sie rund um Abbruchhäuser, auf ramponierten Asphaltflächen, im Niemandsland und überall dort, wo Rasenmäher und Investor:innen noch nicht hingekommen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ungezähmte Oase für Wildtiere und Insekten</strong></h2>



<p>Die Schönheit und Wichtigkeit dieser Kraftplätze hat auch die Fotokünstlerin und Galeristin <em>Regina Anzenberger </em>erkannt. Hinter dem zu Lofts, Ateliers und Galerien umgebauten Teil der Ankerbrotfabrik in Wien-Favoriten, wo auch die „AnzenbergerGallery“ beheimatet ist, existiert &#8211; vermutlich nicht mehr lange &#8211; so ein weitläufiges Naturreservoir.<br>Die Gstettn ist eine ungezähmte Oase für Wildtiere und Insekten, wie sie in Städten immer seltener zu finden, ökologisch jedoch von größter Wichtigkeit ist.<br><br>Fast fünf Jahre lang hat die <a href="https://www.anzenbergergallery.com/artist/14/regina_anzenberger/bio" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Galeristin, Fotografin und Fotobuchexpertin</a> dort Pittoreskes, Imposantes und scheinbar Unbedeutendes fotografisch festgehalten und die Bilder zu einem <a href="https://anzenbergergallery-bookshop.com/book/2798/gstettn_" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fotobuch</a> und der umfangreichen Ausstellung „Gstettn“ zusammengefügt.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/rst_200203_3149.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="426" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/rst_200203_3149.jpg" alt="" data-id="7853" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7853" class="wp-image-7853" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/rst_200203_3149.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/rst_200203_3149-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Schnecke.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="508" height="567" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Schnecke.jpg" alt="" data-id="7854" data-full-url="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Schnecke.jpg" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7854" class="wp-image-7854" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Schnecke.jpg 508w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Schnecke-269x300.jpg 269w" sizes="(max-width: 508px) 100vw, 508px" /></a></figure></li></ul></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Üppige Wildblumen und wogende Blumenmeere</strong></h2>



<p>Die Schau umfasst, von Größe, Ästhetik und Inhalt her, völlig unterschiedliche, ausschließlich mit dem iPhone entstandene Arbeiten.<br>So gibt es, durch hinzugemalte Farbakzente leicht verfremdete, großformatige Bilder üppiger Wildblumen in blassrosa und weiß. Oder wogende Blumenmeere, deren Gelb und Weiß scharfe Kontraste zur dunklen Erde bilden und am Bildrand alles ins Nebelig-Unendliche verschwimmt.<br>Es gibt aber auch komplett Schwarz-Weißes, beispielsweise im Camera-Obscura-Stil, durch den Blütenköpfe wie „Blütenplaneten“ &#8211; so der Titel &#8211; erscheinen.</p>



<p>Ganz anders die kleinformatigen Einzelbilder und Serien, die ein Anflug von Zen umgibt: filigrane Zweige, vertrocknete Dolden, durch Frost schockgefrorene Pflanzen; manche der Fotos ergänzt durch dezente Tuschestriche oder reale Fundstücke aus der Natur.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/BVRI6882.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="567" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/BVRI6882.jpg" alt="" data-id="7840" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7840" class="wp-image-7840" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/BVRI6882.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/BVRI6882-300x300.jpg 300w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/BVRI6882-150x150.jpg 150w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/BVRI6882-168x168.jpg 168w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Blumenwiese.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="426" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Blumenwiese.jpg" alt="" data-id="7841" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7841" class="wp-image-7841" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Blumenwiese.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Blumenwiese-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E0014.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="425" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E0014.jpg" alt="" data-id="7842" data-full-url="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E0014.jpg" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7842" class="wp-image-7842" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E0014.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E0014-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></li></ul></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grenzen zwischen Fotografie und Malerei</strong></h2>



<p>Wichtig ist es Anzenberger dabei immer wieder, die Grenzen zwischen Foto und Malerei aufzuheben. Auch lässt sie, weil sie „eckige Ränder nicht mag“, mit Hilfe weißer Farbe die Grenzen zwischen Foto und Papier verschwimmen. Vieles wirkt daher fast unwirklich, anderes irritierend oder berührend. Und alle Werke, nicht nur die Fotos kleiner Schnecken, zeugen von liebevoller Aufmerksamkeit und zugleich bewusster Formgebung und Distanzierung von einer realistisch-naturalistischen Abbildung der Natur.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Bildergalerie.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="426" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Bildergalerie.jpg" alt="" data-id="7839" data-full-url="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Bildergalerie.jpg" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7839" class="wp-image-7839" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Bildergalerie.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Bildergalerie-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Rechts: Die Künstlerin Regina Anzenberger mit ihrer Hündin Lola; Foto: Ruth Rybarski</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Anzenberger_mit_Hund.jpeg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="425" height="567" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Anzenberger_mit_Hund.jpeg" alt="" data-id="7838" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7838" class="wp-image-7838" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Anzenberger_mit_Hund.jpeg 425w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Anzenberger_mit_Hund-225x300.jpeg 225w" sizes="(max-width: 425px) 100vw, 425px" /></a></figure></li></ul></figure>



<h2 class="wp-block-heading">„Darin Aufenthalt nehmen“</h2>



<p>„Neuinszenierung, Anspielung, Übersetzung. Annäherungen sind es über den Bildrand hinaus, Lobreden auf das Leben“, schreibt die Autorin <em>Anna Baar</em> im Vorwort des, nach japanischem Vorbild handgebundenen, mehrteiligen Fotobuchs, das parallel zur Ausstellung entstanden ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Cover_Bände.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="425" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Cover_Bände.jpg" alt="Gstettn" class="wp-image-7844" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Cover_Bände.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/Cover_Bände-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></div>



<p>23 verschiedene Papierarten wurden verwendet, manche davon auf der Basis von Gras und Traubenmaische produziert. Die unterschiedlich farbigen Booklets unterstreichen die Kraft &#8211; oder Ruhe &#8211; der Arbeiten. So wie Baar schreibt:<br>„Man muss die Bilder erschließen, darin Aufenthalt nehmen, teilnehmen, nachempfinden. Kein harmloses Unterfangen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Schau</h3>



<p>ist noch zu sehen bis 10. September 2021 in der AnzenbergerGallery in der Ankerbrotfabrik, Absberggasse 27, 1100 Wien.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Führung</h3>



<p>durch die Ausstellung inklusive After Work Drink findet am Mittwoch, 25. August um 19h statt.<br>Der Preis der Bilder rangiert von 79 Euro bis 9.800 Euro.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2975-1.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="425" height="567" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2975-1.jpg" alt="" data-id="7847" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7847" class="wp-image-7847" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2975-1.jpg 425w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2975-1-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 425px) 100vw, 425px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2597.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="567" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2597.jpg" alt="" data-id="7849" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7849" class="wp-image-7849" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2597.jpg 567w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2597-300x300.jpg 300w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2597-150x150.jpg 150w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E2597-168x168.jpg 168w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E3652.jpg" data-rel="lightbox-gallery-torbau07" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="425" height="567" src="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E3652.jpg" alt="" data-id="7850" data-full-url="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E3652.jpg" data-link="https://www.ueber-land.eu/?attachment_id=7850" class="wp-image-7850" srcset="https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E3652.jpg 425w, https://www.ueber-land.eu/wp-content/uploads/2021/08/IMG_E3652-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 425px) 100vw, 425px" /></a></figure></li></ul></figure>



<p>Foto 1 ( Gstettn) und Foto 8 (Regina Anzenberger mit Hündin Lola): ©Ruth Rybarski<br>alle anderen Fotos: © Regina Anzenberger</p>



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