Mein Name ist?

ueberland.01.etter 1 Mein Name ist?Die Familie Etter aus dem Engadin hat sich etwas Unkonventionelles einfallen lassen: Auf dem Hof finden Taufen statt. Keine gewöhnlichen. Getauft werden hier Vierbeiner der Gattung Brown-Swiss. Dass dieses getaufte Schweizer Braunvieh auf ihre Namen hört, versteht sich von selbst. Ob es aufgrund dessen, auch mehr Milch gibt? Im schönen Unterengadin wenige Kilometer außerhalb der Gemeinde Sent führt die Familie Etter ihren Betrieb. Bewirtschaftet wird eine Fläche von rund 30 Hektar, wo die Bauersleut’ mit viel Herzblut ihre Braunviehzucht betreiben. 24 Milchkühe und rund 25 ueberland.02.etter 1 Mein Name ist?Jungtiere leben mit kleinerem Getier wie Pfaue und Hühner auf diesem Bergbauernhof. Unter den Kälbern die Sina, die Laura und die Senta. Sie wurden bereits getauft, eine Spezialität hier am Hof. Mit dem Projekt „Kalb-Taufe“ möchte die Familie Etter vor allem interessierten Städtern die Möglichkeit bieten, hinter die Kulissen eines Bergbauernhofs zu blicken, und natürlich mehr von Kälbern und Kühen zu erfahren. Neben der Kalbtaufe wird auch eine Kuh-Patenschaft angeboten für drei Monate oder aber für ein Jahr. Diese Packages enthalten u. a. romantische Übernachtungen im Stroh, bis zu sechs Kilo erstklassigen Alpkäse (Gewicht je nach Package), eine persönliche Urkunde der „Miet-Kuh“ und 1 Sentner Mutschli, eine Käsespezialität der Region.

ueberland.03.etter  Mein Name ist?Den Etters ist es vor allem ein Anliegen, ihren Gästen die Entwicklung einer Kuh vom Kälbchenalter an vor Augen zu führen. Sie möchten aber auch zeigen, dass Tiere eine artgerechte und liebevolle Haltung verdient haben. Denn Respekt und Achtung sind für sie die Eckpfeiler für den täglichen Umgang mit der Natur.

Ob die getauften Kälber im Erwachsenenalter tatsächlich mehr Milch geben als die ungetauften darüber ließ uns Familie Etter im Dunkeln. Eines ist aber klar: Gibt man erst dem Tier einen Namen, dann hat sich auch schon das Verhältnis zu ihm verbessert und intensiviert. Auf das auch kein (Stadt-)Kind mehr sagen möge: Kühe sind lila!

Weitere Informationen auf http://www.kalbtaufe.ch

Alle Fotos: Familie Etter

Ein Buchtipp

ueberland.kuehe .buch Mein Name ist?Das Buch “Kühe verstehen. Eine neue Partnerschaft beginnt” richtet sich nicht nur an Landwirte, sondern vor allem auch an Menschen, die ihren Kaffee mit Milch trinken. Der Autor Martin Ott ist selbst Landwirt und leitet mit drei anderen Familien das Gut Rheinau in der Schweiz. Der 140 Hektar große Betrieb zählt zu einem der größten in der Schweiz, wird biologisch-dynamisch bewirtschaftet und produziert neben Gemüse, Obst auch biologisches Saatgut.

Martin Ott: Kühe verstehen. Eine neue Partnerschaft beginnt, erschienen im Verlag Fona 2011

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