Die weltbesten Früchtchen

Die olympischen Sommer-spiele sind gestern zu Ende gegangen – endlich Zeit sich jenem Obst zu widmen, das es ebenfalls auf das begehrte Stockerl geschafft hat. Sein Weg dorthin bestach weniger durch Eigenschaften wie „schneller, höher, weiter“, sondern mehr durch die Tatsache, wie selten sein Vorkommen geworden ist.

Nach der Schweizerhose hat es in diesem Jahr die „rote Gublernuss“ oder auch „rote Donaunuss“ zum Schweizer Obst des Jahres 2012 geschafft. Die ursprünglich aus Österreich stammende Nuss fand sich auf Waldemar Zahners Wallnussplantage in Truttikon (ZH) wieder. Dieser Anlage stattete vor gut 35 Jahren Heini Gubler einen Besuch ab und bat Zahner um eine Handvoll dieser „roten Wunderfrüchte“. Er bekam sie, steckte sie in die Erde und erhielt rotkernige Nüsse, die heute den Sortennamen „Rote Gublernuss 1 und 2“ tragen.

Bereits zum fünften Mal kürte Fructus die Obstsorte des Jahres: der robuste „Schneiderapfel“ (2008), die feine Birnensorte „Sept-en-gueule“ (2009), die süße schwarze Kirschensorte „Schöne von Einigen“ (2010) und die elegante 400 Jahre alte Birnensorte „Schweizerhose“ (2011) schafften es zum „ausgezeichneten Früchtchen“. Mit dieser Initiative leistet Fructus einen wesentlichen Beitrag, um die Öffentlichkeit auf selten gewordene Sorten aufmerksam zu machen und auf die Wichtigkeit der Sortenvielfalt hinzuweisen.

Deutsche und österreichische Preisträger

Aber auch in Deutschland und Österreich gibt es Initiativen, die sich den selten gewordenen Früchten annehmen. So schaffte es der Rotfranch zum „Apfel des Jahres 2012“ in Hamburg; die Hauszwetsche zur „Streuobstsorte des Jahres 2012“ in Saarland/Rhein-land-Pfalz; die Birne „Offenbacher Rote“ wurde zum „Pfälzer Obstbaum des Jahres 2012“ gekürt und dem Rosenapfel vom Schönbuch gelang es, den würdigen Titel „Streuobst- sorte des Jahres 2012“ in Baden-Württemberg zu holen. Auch Österreich ging bei diesem Bewerb nicht leer aus: Der begehrte Titel „Baum des Jahres 2012“ ging an die selten gewordene Elsbeere.

Foto (01): Fructus; Foto (02): Rolf Schulte, deutschsprachige Wikipedia – Frucht der Elsbeere

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