Briten kämpfen gegen Lebensmittelverschwendung

LebensmittelverschwendungLebensmittelver-schwendung ist auch in Großbri-tannien ein heißes Thema. Jährlich werden auf der Insel 4,2 Millionen Tonnen an genieß- baren Lebens-mitteln von den Hauhalten ensorgt. Dass aber Lebensmittelver-schwendungskam-pagnen durchaus Erfolge bringen können, zeigt eine neue Studie über den Haushaltsabfall von Lebensmit- teln und Getränken. Großbritannien kämpft wie die meisten Industriestaaten mit der Verschwendung von Lebensmitteln. Jeder Haushalt entsorgt 260 kg an Lebensmitteln und Getränken pro Jahr – das ergibt die unglaubliche Menge von 7 Millionen Tonnen an Müll oder 9 Wembley-Stadions vollgefüllt mit Lebensmittelabfall. Und das erschreckende: 60% wäre davon vermeidbar gewesen.

Hauptgrund für die Lebensmittelverschwendung ist fast zur Hälfte der Umstand, dass die Lebenmittel nicht rechtzeitig vor dem Verfall verwendet werden. Und ein weiters Drittel wird entsorgt, weil zuviel zubereitet oder aufgetischt wird. Persönliche Vorlieben und Missgeschicke, also dass zum Beispiel etwas hinunterfällt, sind weitere Gründe, warum an sich genießbare Lebensmittel in den Müll wandern. Und diese Verschwendung von Lebensmitteln geht durchaus ins Geld: Im Schnitt wirft jeder Haushalt in Großbritannien umgerechnet 560 EUR in den Mistkübel.

LebensmittelverschwendungDoch es gibt auch Erfolge bei der Lebensmittelverschwendung. Wie die Studie der Non-Profit-Organisation wrap zeigt, hat sich die Müllmenge der Lebensmittel um 21% gegenüber 2007 verringert.

Bewusst einkaufen und anregende Rezepte

Das macht ganze 1,1 Millionen Tonnen an genießbaren Lebensmitteln, die davor bewahrt wurden im Mistkübel zu verrotten. Zu einem Teil ist das auch auf die Kampagne gegen die Lebensmittelverschwendung  zurückzuführen, die von wrap im Jahr 2007 ins Leben gerufen wurde. Informationen, wie man Lebensmittel bewusst einkauft oder auch Rezepte, die dazu anregen aus den Mitteln, die im Kühlschrank vorhanden sind, leckere Speisen zuzubereiten, sind ein Teil dieser Kampagne.

Und es zahlt sich aus: Alleine im Jahr 2012 konnte sich ein Haushalt durch die Verringerung der Lebensmittelverschwendung (gemessen gegenüber 2007) durchschnittlich 156 EUR im Jahr ersparen. Auch die Kommunen freuen sich über 71 Millionen Euro, die sie sonst für Müllentsorgung hätten aufbringen müssen. Und als weiterer Effekt profitiert dabei die Umwelt – Treibhausgase im Ausmaß von 4,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten konnten durch den bewussteren Umgang mit Lebensmitteln vermieden werden. Das ist soviel, wie 1,8 Millionen PKWs an Abgasen ausstoßen.

Überzeugende Argumente gegen die Verschwendung von Lebensmitteln und vor allem dass man durch den bewussten Umgang mit Lebensmitteln das schlechte Gefühl vermeidet, wenn man wieder einmal vor dem Kühlschrank steht um die übersehenen Lebensmitteln zu entsorgen.

Foto und Grafik: © WRAP

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