Hunger in Afrika durch freien Markt

Regionale Lebensmittel, heimische Produkte, Existenzsicherung der Bauern und gleichzeitig Versorgungssicherheit der Bevölkerung – Schlagworte, die seitens der Politik gerne in den Mund genommen wird. Doch wie passen sie mit der neoliberalen politischen Realität zusammen? Einer Realität, die auf Weltmärkten produzierte Lebensmittel fördert und subventioniert, nicht liberalisierte Staaten dazu zwingt
Loggen Sie sich ein, um diesen Beitrag zu sehen!

Im Müll statt auf dem Teller

Jeder von uns hat schon Lebensmittel weggeworfen. Einige haben dabei eine innere Barriere zu über- winden, vor allem, wenn es um Brot geht. Brot wirft sich nicht so einfach weg. Brot ist wohl eines der existenziellsten Lebensmittel und bekommt durch die Religion noch zu- sätzliche Bedeutung.
Wohnen Sie eigentlich in der Nähe einer Bäckerei und haben Sie schon mal zugesehen, wenn das alte Gebäck in riesige Müllbehälter geworfen und abtransportiert wird? Da wird es einem schon mulmig zumute. Nicht umsonst beginnt Erwin Wagenhofers Film „We feed the World“ mit der Szene, wo das Brot auf die Müllhalde gekippt wird „…es passiert immer wieder, dass alte Leute stehen bleiben und es nicht glauben können, was wir hier machen…“ (aus „We feed the world“).
1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden im Jahr weggeworfen.
Loggen Sie sich ein, um diesen Beitrag zu sehen!

Japan nach der Katastrophe

Masaru Yamada ist Agrarjournalist in Japan. Er hat im Newsletter der IFAJ (International Federation of Agricultural Journalists) die Situation der japanischen Bauern nach der Katastrophe beschrieben. Wir haben diesen Beitrag für Sie ins Deutsche übersetzt.

Das Schlimmste ist
noch nicht vorbei

Ist das Schlimmste vorbei? Das fragt mich jeder. Ich antworte darauf: „Für mich ist es vorbei, aber es ist abhängig davon, wo Sie leben“.
Am 11. März 2011 erschütterte eines der größten Erdbeben Japan, heute steht „Business as usual“ an der Tagesordnung. In der weltberühmten Akihabara Electric Town in Tokio sehen Sie kaum Unterschiede zwischen heute und vor zwei Monaten. An Feiertagen sehen Sie hier viele Fußgänger auf den Straßen, auf der Suche nach günstigen PC’s oder Spielautomaten. Genau wie vorher auch, pendle ich von meinem Haus, 30 Kilometer östlich von Tokio,
Weiterlesen

Konsumpatriotische Ösis

Der Klimawandel bedeutet für die Menschheit ein großes Zukunftsrisiko. Dass der Klimawandel weiter voranschreitet ist an Temperaturrekorden und der hohen Anzahl von Wetterkatastrophen messbar. Gerade 2010 war das Jahr der Großkatastrophen, die zu erheblichen Schäden und außergewöhnlich vielen Todesopfern geführt haben.
Die Katastrophe in Japan ist zwar nicht auf den Klimawandel zurückzuführen, doch hat sie uns eines sehr drastisch vor Augen geführt: Landwirte sind unmittelbar von den Folgen
Weiterlesen

Öko-Landwirtschaft als Weg aus der Krise

Eine neue UN-Studie (Agro-Ecology and the Right to food, www.srfood.org) spricht sich für eine grundlegende Änderung in der Landwirtschaft aus: Mit ökologischen Maßnahmen könnten gerade die kleinen Betriebe ihre Lebensmittelproduktion innerhalb von 10 Jahren verdoppeln. Diese Ergebnisse gelten speziell für die am meisten von Hunger betroffenen Regionen.
Weiterlesen